Thread der Gladbach-Amateure

Akoa

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Borussias Jugendinternat: Wohnen im Stadion

Mönchengladbach (RP). Zwölf Nachwuchsfußballer leben im Borussia-Internat in der neuen Arena. Es ist eine ganz besondere Gemeinschaft, in der alle das gleiche Ziel haben: sie wollen Profis werden. Doch bis dahin ist es ein langer Weg.
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Es riecht noch nach Farbe. Und längst sind nicht alle Kartons ausgepackt. Doch seine Vorbilder hat Fabian Bäcker schon aufgehängt. Vielleicht als Ansporn. Oder einfach nur, weil jeder 14-Jährige Fotos von Weltklasse-Fußballern an der Wand hat. Van Nistelrooy, Ailton und Edgar Davids, allesamt Männer, die da sind, wo Fabian Bäcker gern hin will: Sie spielen mit im großen Fußballzirkus. „Es ist noch weit weg, aber es ist mein Ziel, Profi zu werden“, sagt er. Darum ist der Junge aus dem nordhessischen Willingen umgezogen in das Fußballinternat von Borussia Mönchengladbach.

Zwölf Jugendliche leben hier. Schräg rechts hinter der Nordkurve des neuen Stadions gibt es auf drei Etagen zehn Apartments und zwei Wohnungen, die längst ausgebucht sind. Fabian teilt sich mit Darius Baumgartner die größte Wohnung des Internats, zumindest so lange, bis die kleinere nebenan fertig ist. Wenn die beiden aus dem Fenster schauen, sehen sie Borussias Trainingsgelände. „Wir können hier den Profis beim Training zugucken“, sagt Darius Baumgartner.

Als Borussia anfragte, ob er kommen wolle, „musste ich nicht lange nachdenken. Auch meine Eltern haben gesagt, ich soll es machen“, berichtet Fabian Bäcker. Daheim in Willingen gab es keine Möglichkeit für einen wie ihn, der in seiner Mannschaft immer herausragte, sich weiter zu entwickeln. Borussia wurde auf ihn aufmerksam bei einem Freundschaftsspiel. Fabian spielte als D-Jugendlicher schon in der C-Jugend. Er ging zum Probetraining und Borussia gab ihm einen Platz im Internat.

Schlafen in Borussia-Bettwäsche

Nun lebt er fast drei Autostunden von seiner Familie entfernt. „Am Anfang war es schwierig, aber ich habe mich schnell eingelebt“, sagt Fabian. Dass er als Fan des 1. FC Köln in der internatseigenen Borussia-Bettwäsche schläft, gehört zum Job. Und auch, dass er gegen den 1. FC Köln Tore schießt. Wie zuletzt im Meisterschaftsspiel. Das ist schließlich seine Aufgabe als Stürmer. Dass er das normale Leben eines 14-Jährigen nicht führen kann, „ist eben so, wenn man es schaffen will“. Ab und an gehen auch die Fußballschüler ins Kino oder in die Kneipe, fast jeder hat seine Playstation installiert.

Doch vieles ist anders, wenn man hier im Stadion lebt und Fußballstar werden will. Nach Schule und Hausaufgaben steht Training auf dem Lehrplan; wenn Besuch kommt, muss er sich anmelden; die Jungkicker stellen ihre schmutzige Wäsche vor die Tür, dann wird sie gewaschen. Das gehört zum Service, schließlich sollen sich die Jünglinge ganz auf den Fußball konzentrieren.

„Es ist etwas Besonderes im Stadion zu leben“, sagt Steven Jacobs. Der 17-Jährige kam vom belgischen Top-Klub RSC Anderlecht nach Gladbach. Er wohnt gleich hinter der ersten Tür auf Ebene 1 des Internats. Der lange Gang gleicht einem Hotelflur, an der Tür seines neuen Appartements ist ein Schild mit seinem Namen angebracht. Die Einrichtung ist in grün-schwarz-weiß gehalten, den Farben Borussias; an der Wand hängt sein Trikot der belgischen U18-Nationalmannschaft.

An einem Ort wie diesem bekommt der Liedtext „Fußball ist unser Leben“ eine ganz neue Bedeutung. Über Weihnachten sind die Internatsschüler bei ihren Familien. Am 4. Januar geht die Fußball-Ausbildung weiter. „Die Voraussetzungen hier sind optimal, um sich gut zu entwickeln, wir müssen nur spielen“, sagt Steven Jacobs. Und schaut aus dem Fenster hinunter zum Trainingsplatz. In einer Stunde werden hier die Profis üben. Die jungen Männer schauen oft beim Training zu. Vielleicht kann man ja etwas lernen von den Profis. Das Ziel ist in Blickweite - und doch so weit entfernt, hier im Borussen-Internat hinter der Nordkurve.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/fussball/gladbach/72112
 

Akoa

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Verlierer: Polster und Kastenmaier

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Mönchengladbach (RP). Besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten wünscht Borussia in diesen Tagen. Doch gar so friedlich geht es bei ihr keinesweg zu. Wie soeben Thomas Kastenmaier erfahren musste. Der Verein möchte seinen Vertrag als Assistent von Amateur-Cheftrainer Horst Köppel vorzeitig beenden: in der Winterpause statt am Saisonende.

Wenige Tage nach dem 9:1-Sieg gegen Yurdumspor Köln überrascht dies nicht nur „Kaste“, der 1990 aus München kam, sieben Jahre spielte und seither im Jugend-und Amateurbereich tätig ist. Die „Chemie“ zwischen dem Bayern und dem gebürtigen Schwaben Köppel passt wohl nicht. Auch sportlich gibt es offenbar unterschiedliche Sichtweisen, was vor allem junge Spieler und ihre Einstellung zum Beruf angeht. Köppel, der zu Saisonbeginn aus Dortmund kam und auf die Zusammensetzung des Kaders wenig Einfluss hatte, möchte sich in der Winterpause von dem einen oder anderen trennen. Von Spielern und auch von seinem Assistenten.

Gehen wird wohl auch ein Mann, der als Torjäger geholt wurde und seit gut drei Jahren als Marketing-Mann manche Tür geöffnet hat. Doch für Toni Polster ist dieser Job auf Dauer offenbar nicht die Erfüllung. Der Österreicher sucht mehr die sportliche Verantwortung. Sein Heimatklub Austria Wien lockt mit einem Vertrag als General-Manager. Da Borussia sportlich wieder mal arg ins Trudeln geraten ist und Sportdirektor Christian Hochstätter zumindest bei der Öffentlichkeit schwer in der Schusslinie steht, suchte Polster den „Rat“ des Präsidenten Rolf Königs: Ob er denn etwa das Angebot aus Wien annehmen solle und überhaupt schon aus seinem gerade bis 2007 verlängerten Vertrag heraus könne...

Pech gehabt. Er kann. Annehmen („Weil wir so eine Chance nicht verbauen wollen“, riet Königs) und auch raus aus dem Vertrag. Möglichst schnell, darf man unterstellen. Toni Polster (Foto: Wiechmann) hat das Spiel gegen Christian Hochstätter verloren. Und Kastenmaier gegen Köppel.

Quelle:http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/fussball/gladbach/72365
 

Akoa

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Beförderung für Nachwuchs

Die Namen etwaiger Neuzugänge kursieren in der Presse, derweil freuen sich zwei Borussen über eine Beförderung, die aber schon in den vergangenen Wochen Gestalt angenommen hat: Eugen Polanski und Marcell Jansen (Foto) sind bei den Profis schon lange keine Unbekannten mehr.
Jansen hatte schon als 17-Jähriger seinen ersten Auftritt im Bundesligakader, zum Einsatz kam er aber erstmals mit 19 in diesem Herbst, als Borussia in Berlin baden ging. Kein wünschenswertes Debüt, aber die Freude über das erste Bundesligaspiel wird dem U21-Nationalspieler niemand nehmen können. Jansen machte seine Sache auf der linken Abwehrseite gut, sowie er es die Halbserie lang auch bei der U23 in der Oberliga gemacht hatte. Deren Trainer Horst Köppel ließ den Linksfuß ebenfalls defensiver spielen, in der DFB-Elf agiert Jansen dagegen im Mittelfeld mehr nach vorne. „Mir ist beides Recht, ich kann auch von hinten heraus etwas für das Offensivspiel tun“, sagt er.

Eugen Polanski hat seinen ersten Einsatz in der Bundesliga noch vor sich, aber das der kommt, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Seit der E-Jugend spielt der gebürtige Pole bei Borussia, seit der U15-Nationalmannschaft ist er immer Mannschaftskapitän des jeweiligen DFB-Jahrgangs. Das Training mit den Lizenzspielern kennt der aktuelle U19-Nationalspieler auch schon, das Trainingslager Anfang Januar ist nun der nächste Schritt. „Ich kann im Mittelfeld hinter den Spitzen spielen, auch rechts oder links“, sagt Eugen, der noch bis zum Saisonende für die U19 des VfL spielberechtigt ist.
 

Akoa

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Kastenmaier geht! Wer ebenfalls?

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(21.12.2004 - 18:51 Uhr) Nicht nur bei der Gladbacher Profiabteilung trennt sich der VfL von seinen Leuten, auch auf Amateurebene geht der Verein neue Wege. Nach Co-Trainer Thomas Kastenmaier will sich die Borussia von mindestens zwei Spielern trennen.

Eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Thomas Kastenmaier und Cheftrainer Horst Köppel war nicht mehr gegeben. Zu groß schienen die Differenzen, zu unterschiedlich die Meinungen im sportlichen Bereich.

Schlussendlich trennten sich die Wege und Thomas Kastenmaier wurde nach 14-jähriger Tätigkeit als Spieler, Mitarbeiter der Geschäftsstelle und Trainer vor die Tür gesetzt. Vergessen die erfolgreiche Zeit als Spieler, vergessen seine gute Arbeit als U17-Trainer und vergessen seine hervorragende Leistung als Interimscoach bei der U23.

Fragt sich im schnelllebigen Fußballgeschäft nur, wer sein Nachfolger wird?

Damit will sich der Verein noch ein wenig Zeit lassen und die Situation in Ruhe überdenken. Im Augenblick tendiert der VfL zu einer internen Lösung.

Diese besteht allerdings nicht aus Stand-By-Profi Max Eberl. Der ehemalige Rechtsverteidiger soll im kommenden Jahr Amateur- und Jugendkoordinator Hartmut Vogts beerben. Da bleibt dem sympathischen Eberl neben der Einarbeitung kaum noch Zeit für andere Aktivitäten, auch wenn er Ende Februar mit den Amateuren die Reise ins Trainingslager antritt.

Und eben in dieses Trainingslager sollen nur die Spieler fahren, mit denen Horst Köppel den anvisierten Aufstieg in die Regionalliga schaffen will. Dies bedeutet, dass Spieler abgeben werden, die mittelfristig den Sprung in die Anfangsformation nicht schaffen. Intern spricht der VfL von zwei Spielern, mit denen man sich in den kommenden Wochen zusammensetzen will.

Namen will der Verein nicht nennen – verständlich. So bleibt in den eisigen Weihnachtszeiten noch genügend Stoff für Spekulationen und damit viel Spielraum für Diskussionen.

Quelle:http://magazin.torfabrik.de/cms/amateure/20041221185140.php
 

Akoa

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Rot ist Rot – egal welche Liga

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(21.12.2004 - 23:03 Uhr) Bittere Rückschläge ist Steffen Korell gewohnt. Das Jahr 2004 gehört auf einer Streichliste für unnötige Zeiten auf einer Topplatzierung. Leider verfolgt eine kleine Altlast den Profi auch im neuen Jahr...

Rückblende – wir befinden uns im letzten Pflichtspiel der Gladbacher Amateure des Jahres 2004, es läuft gerade zehnte Spielminute. Wenige Augenblicke vorher traf Jan Schlaudraff die Latte und Mario Schwarz zwang den Gästekeeper zu einer Glanzparade.

Auf einmal ein leichter Ballverlust im Mittelfeld, der tief gestaffelt stehende Gegner setzt zum Konter an, die komplette U23-Hintermannschaft wirkt irgendwie abwesend, lediglich Steffen Korell versucht den auf Sead Ramovic zueilenden Ediz Bas von PSI Yurdumspor Köln hinterher zu eilen. Vergeblich, da hilft nur noch ein ungeschicktes Kreuzen der Laufwege, es kommt zum Kontakt und der Kölner hebt dankend ab.

Für Schiedsrichter Frank Perschke eine klare Angelegenheit. Notbremse – was folgt ist die Rote Karte und Borussia spielt fortan mit 10 Mann. Gewinnt aber anschließend locker mit 9:1.

Man meine, am Ende würde alles gut, doch im Falle Korell hat dieser Platzverweis weitreichende Auswirkungen. Im Protokoll des Unparteiischen wurde der Rote Karte mit dem Vermerk „Beinstellen“ beschrieben. Die Folge: Eine 2-wöchige Sperre bzw. 2 Pflichtspiele gesperrt. Der Verein sah von einem Einspruch ab und akzeptierte das Strafmaß.

Dies hat natürlich aus Auswirkung auf den Profibereich, denn die Strafe muss Steffen Korell auch in der Bundesliga absitzen. Insofern verpasst der Ex-Breisgauer definitiv den Rückrundenauftakt und steht für das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld und bei der Auswärtspartie gegen Borussia Dortmund Chefcoach Dick Advocaat nicht zur Verfügung.

Eine ähnlich harte Strafe hätte um Haaresbreite auch die neue Nummer Eins im Gladbacher Tor, Michael Melka getroffen. Am 05. Dezember beim Heimspiel gegen ETB Schwarz-Weiß Essen vereitelte der Keeper eine Torchance der Essener, indem er außerhalb des Strafraums den Ball mit der Hand spielte. Hierbei ließ der Mann in Schwarz Gnade vor Recht ergehen und entschied sich für Gelb.

Wäre der Unparteiische, damals Herr André Stachowiak, konsequenter gewesen und hätte die Situation anders eingeschätzt, würde Darius Kampa wahrscheinlich weiterhin die Nummer Eins im Tor sein und Michael Melka hätte das Spiel gegen Leverkusen von der Tribüne aus betrachtet. So ist halt Fußball.

Quelle:http://magazin.torfabrik.de/cms/einwurf/20041221230337.php
 

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3-Punkte-Abzug für die U23

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(30.12.2004 - 01:47 Uhr) Es war der 10. Spieltag, die Partie stieg auch noch am 10.10. und hätte fast 10:0 geendet, wenn der VfL etwas sorgfältiger mit den Torchance umgegangen wäre. Trotzdem reichte es zu einem 4:0-Sieg, doch der ist nun futsch...

Nein, keine Sorge, der VfL hat die Partie bei SC Fortuna Köln nicht nachträglich am Grünen Tisch verloren, weil man gegen die Statuten verstoßen hat. Diesmal ist der Gegner schuld.

Wie am gestrigen Mittwoch bekannt wurde, meldete der Kölner Traditionsverein Fortuna Köln sein Oberligateam zum Januar 2005 vom Spielbetrieb ab. Ab der neuen Saison wird die Fortuna in der Verbandsliga Mittelrhein an den Start gehen und steht damit als erster Absteiger der Oberliga Nordhrein fest.

Am 15. November hatte der Verein bereits den dritten Antrag auf Insolvenz gestellt. Die Kölner, die 26 Jahre in der 2. Bundesliga aktiv waren und in der Saison 1973/74 sogar der höchsten Spielklasse angehörten, müssen allerdings den Ausgang des laufenden Insolvenz-Verfahrens abwarten. Um die Stadionmiete zu sparen, traten die Fortunen zuletzt nicht mehr im traditionsreichen Südstadion an, sondern wichen auf kostengünstigere Plätze aus. Auch war der Club nicht mehr in der Lage, ausstehende Gehaltszahlungen der Spieler zu begleichen, so dass Ersatztorhüter Schumacher mitunter als Feldspieler auflaufen musste.

Sämtliche bisherigen Spiele in dieser Spielzeit werden annulliert. Darunter fällt der 4:0-Auswärtssieg der Gladbacher Amateure, sowie der 6:0-Erfolg des Städtenachbarn Bayer 04 Leverkusen.

Eine Verzerrung in der Tabelle entsteht dagegen nicht. Die Kölner hatten lediglich durch einen Auswärtssieg beim Bonner SC drei Pünktchen auf der Habenseite – alle anderen Spiele gingen verloren.

Weitere Links:
- Die aktuelle Tabelle
- 10. Spieltag: SC Fortuna Köln vs. Bor. M'gladbach U23
 

Akoa

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Polanski: »Nur noch 1 Jahr gebunden«

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(02.01.2005 - 22:01 Uhr) Eugen Polanski spielt seit 1994 bei der Borussia und durchlief alle Jugendabteilungen. Das Jahr 2004, sein Zehntes beim VfL, war rasant. Es macht Spaß auf mehr, wenn da nicht die Vertragssituation wäre...

Offiziell trainiert Eugen Polanski seit dem Trainingsauftakt zur Rückrunde bei den Gladbacher Profis mit – inoffiziell kickte er schon vorher mehrfach beim Bundesligakader vor. Dass er allerdings immer noch ein Neuling ist, ließ ihn zum Beispiel Bernd Korzynietz am Sonntagnachmittag spüren:

„Du bist der Jungspieler, also packe auch meine Tasche in den Bus!“

Mit einem Augenzwinkern unterstrich der 25-Jährige sein leichtes Foppen, dennoch drehte sich Korzynietz um und überließ Polanksi das Tragen der schweren Sporttaschen. Ein Problem für den Jungspund?

„Quatsch! Ich fühle mich unheimlich wohl und bin hervorragend aufgenommen worden. Das sind alles sehr nette und umgängliche Typen.“

Nun geht es für den 18-jährigen Polanski mit ins Trainingslager nach Marbella. Zusammen mit U23-Kollegen Marcell Jansen.

„Normalerweise werden wir das Zimmer teilen, eventuell überlegen es sich die Trainer aber auch und schicken zu jedem Youngster einen älteren Spieler – quasi als Aufpasser – aufs Zimmer. Wird auf jeden Fall sehr spannend...“

Ebenfalls spannend gestaltet sich die vertragliche Lage beim Mittelfeldstrategen, der sich selbst weder als Defensiv- noch als Offensivspezialist sieht („am liebsten spiele ich zentral – in der Mitte des Geschehens“).

Eigentlich noch für die A-Jugend spielberechtigt, ist die rechtliche Anweisung kein Zuckerschlecken für die Verantwortlichen der Borussia, wie Sportdirektor Christian Hochstätter schon in der Vergangenheit gegenüber TORfabrik.de erklärte:

„Ganz generell gilt, dass die Spieler in der Regel Verträge für etwa drei Jahre bekommen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass ein Jugendspieler einen von seinen Eltern unterschriebenen Vertrag nach seiner Volljährigkeit nur ein Jahr erfüllen muss. So sind die allgemeinen rechtlichen Bestimmungen, an die wir uns natürlich halten müssen.“

Genau hier gestaltet sich die Polanski-Situation als ziemlich vertrackt. Der im März 2005 19 Jahre alt werdende Polanski besitzt lediglich einen Vertrag bis zum Saisonende – als A-Junior.

„Ich bin als U19-Spieler nur noch ein Jahr bei der Borussia unter Vertrag. Dieses Jahr ging aber so schnell, dass ich mich momentan über meine Entwicklung nur freuen kann.“

Das heißt mit anderen Worten: Eugen Polanski hatte einfach noch gar keine Zeit, sich um die sogenannten Formalitäten zu kümmern. Im Sommer von Amateurcoach Horst Köppel in die U23 berufen, während der Saison als Retter in der U19 kurzfristig ausgeholfen, um anschließend bei den Profis mitzutrainieren.

„Das hätte ich natürlich am Anfang der Saison nicht für möglich gehalten. Jetzt will ich mich aber beweisen und mich für die erste Elf empfehlen.“

Anfangen will der mit der Nummer 40 auflaufende Polanski schon im Trainingslager. In dieser Zeit kann sich auch Sportdirektor Hochstätter schon einmal Gedanken über einen Profivertrag für den 18-Jährigen machen, schließlich bekundete der Youngster nicht erst seit kurzem, beim VfL bleiben zu wollen.

Ein ähnliches Szenario könnte sich im Falle Marcell Jansen gestalten. Der Linksfuß besitzt zwar noch einen länger gültigen Amateurvertrag beim VfL, doch ein Engagement als Profi zeichnet sich auch bei ihm ab.
 

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U23 bereitet sich in der Türkei auf die Rückrunde vor

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Zur Vorbereitung auf die Rückrunde in der Oberliga Nordrhein befindet sich Borussias U23 seit gestern im Trainingslager im türkischen Belek. Dort stehen Trainer Horst Köppel und seinem Team bei um die 15 Grad Celsius hervorragende Bedingungen zur Verfügung.
„Wir haben hier ideale Möglichkeiten vorgefunden. Strahlend blauer Himmel, Trainingsplätze in sehr gutem Zustand und ein schönes Hotel“, so Borussias Direktor Jugendarbeit Max Eberl. Innerhalb des Trainingslagers stehen für die U23 zwei Testspiele auf dem Programm. Am morgigen Dienstag gegen Dynamo Bukarest und am Freitag gegen eine weitere rumänische Mannschaft, die momentan noch nicht fest steht. Horst Köppel hat den kompletten U23-Kader mit nach Belek genommen, dazu mit Johannes Walbaum, Florian Schacken und Dominik Lescher drei Spieler aus der U19. Das Trainingslager endet am 29. Januar, der Rückrundenstart folgt am 13. Februar mit der Partie bei Turu Düsseldorf.
 

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Kastrati und Schnitzler treffsicher

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(06.02.2005 - 23:53 Uhr) Die Amateure der Borussia feierten am Samstagnachmittag einen 2:0-Erfolg beim Bezirksligisten Giesenkirchen. Durch Tore von René Schnitzler und Bekim Kastrati steht die Elf von Hörst Köppel im Finale des Kreispokals.

Richtig viel konnte im Halbfinale des Kreispokals eigentlich nicht daneben gehen. Der Gegner war lediglich ein Bezirksligist und die der Borussia zur Verfügung stehenden Spieler hatte genügend Erfahrung, um nichts anbrennen zu lassen.

Verzichten musste Horst Köppel, der seit der Winterpause mit dem neuen Co-Trainer Andreas Brandts zusammenarbeitet, auf die mit Profiverträgen ausgestatteten Andreas Spann, Marcell Jansen und Eugen Polanski. Ebenfalls nicht mit von der Partie war der an der Leiste verletzte Ali Camdali.

Dafür durfte der Coach zwei Rückkehrer wieder im Kader begrüßen. Zum einen kehrte René Schnitzler nach hartnäckiger Verletzung wieder in die Startformation und zum anderen fand sich Michele Fasanelli nach seinem im Sommer zugezogenen Kreuzbandriss 18er-Kader wieder.

Das Match fand auf tiefem und vor allem unebenen Boden statt, der ein gutes Spiel kaum aufkommen ließ. Dennoch zeigte der VfL gleich zu Beginn der Partie, dass es nur einen Sieger geben wird. René Schnitzler brachte die U23 in der 16. Minute mit 1:0 in Front und Bekim Kastrati erhöhte zwei Minuten vor dem Pausenpfiff nach einer Hereingabe von Benjamin Knoche per Kopf auf 2:0.

Das Spiel hätte kurz vor Schluss noch einmal eng werden können, wenn die Giesenkirchener nicht ihre größte Torchance ausgelassen hätten. Nach einem Foul von Dennis Puhl im eigenen Strafraum trat man zwar in der 81. Minute zum Elfmeter an, schoss das Leder allerdings neben das Tor und ebnete damit den Gladbachern den Weg ins Finale.

Dieses bestreiten die Borussia voraussichtlich am Mittwoch, den 06. April 2005. Dann treffen die Jungs von Horst Köppel auf den Sieger der Begegnung 1. FC Mönchengladbach / Rheydter SV.

Für die U23 geht es schon am Mittwoch wieder weiter. Am Bökelberg treffen sie um 14.30 Uhr gegen Tabellenzweite der Regionalliga Nord SC Paderborn.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Bor. Mönchengladbach U23: Semmler – Knoche, Plate, Schulz-Winge, Schuchardt – Puhl, Rrustemi, Wynhoff (65. Harwat) – Schwarz (65. Weniger) – Schnitzler, Kastrati

Reserve: Engelmann (Tor), Celik, Fasanelli

Tore: 0:1 Schnitzler (16.), 0:2 Kastrati (43./Vorlage Knoche)

Quelle:http://magazin.torfabrik.de/cms/amateure/20050206235347.php
 

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Damm und Six beim Probespiel

(09.02.2005 - 18:56 Uhr) Trainer Horst Köppel nutzte das letzte Testspiel vor dem Rückrundenauftakt am Sonntag bei TuRu Düsseldorf noch einmal, um zwei Neulinge einem Härtetest zu unterziehen. Es stellten sich vor der defensive Mittefeldakteur Justus Six und Angreifer Tobias Damm.

Zu Gast am spärlich besuchten Gladbacher Bökelberg waren neben dem SC Paderborn auch ein Kamerateam des ZDF. Die Schiedsrichteraffäre um Robert Hoyzer betraf auch Paderborns Trainer Pavel Dotchev, der sichtlich genervt den Kameraobjektiven auszuweichen versuchte. Da fiel in diesem Moment fast gar nicht auf, dass mit Thomas Kastenmaier (bis Winter Co-Trainer der U23) und Norbert Meier (Trainer des MSV Duisburg) zwei Alt-Borussen dem Rasentreiben einen Besuch abstatteten.

Dennoch sollte der Sport an diesem Nachmittag die volle Aufmerksamkeit erhalten und so durften auf dem Spielberichtsbogen zwei neue Namen seitens der Gladbacher bestaunt werden. In der Anfangsformation mit der Rückennummer 23 wurde der Erfurter Justus Six geführt. Im halblinken, defensiven Mittelfeld sollte der 19-jährige Proband neben Peter Wynhoff und Andreas Spann für Ordnung sorgen. Der zweite Gastspieler, Todias Damm vom 1. FC Schwalmstadt, nahm zunächst auf der Reservebank Platz, machte aber im Spielverlauf auf sich aufmerksam - dazu später mehr.

Borussia begann mit einer 4-3-3-Taktik und hatte lange Zeit Mühe, ins Spiel zu finden. Die Paderborner Abwehr stand sicher und der Tabellendritte der Regionalliga Nord setzte von der ersten Minute an die Gladbacher Hintermannschaft unter Druck.

Gleich in der siebten Spielminute verzeichneten die Gäste nach einer Flanke von Vujanovic nicht nur ihre erste Torchance, sondern auch gleich die Führung. Alexander Löbe war der dankende Abnehmer der Hereingabe, umkurvte zusätzlich noch zwei Innenverteidiger und ließ mit seinem Schuss aus kurzer Distanz Michael Melka im Tor der Borussia keine Chance. Somit stand es 0:1 aus Sicht der Köppel-Elf.

Es dauerte eine gute Viertelstunde, bis der VfL seine erste Torchance erarbeitete. Diese resultierte aus einer Standardsituation. Leider zappelte der Ball nicht im Netz, sondern auf dem Tornetz. Der direkte Freistoß von Peter Wynhoff verfehlte nur knapp sein Ziel (14.).

In der 28. Minute erzielte der immer besser ins Spiel kommende VfL dann endlich den Anschlusstreffer. Vorausgegangen war ein krasser Abspielfehler in der Paderborner Hintermannschaft. Bekim Kastrati eroberte sich das Leder, umkurvte den herausstürzenden Keeper Lukas Kruse und markierte den 1:1-Ausgleich.

Sieben Minuten vor dem Seitenwechsel lag die Gladbacher Führung auf dem Fuße von René Schnitzler. Aufgepasst hatte in diesem Moment jedoch Paderborns Schlussmann und lenkte mit den Fingerspitzen die Kugel um den Pfosten.

Im zweiten Spielabschnitt änderten sich die Formationen durch regelmäßige Auswechslungen, worunter der Spielfluss deutlich litt. Dafür sorgten allerdings Tore für einen höheren Unterhaltungswert.

In Führung hätten die die Borussen gehen müssen. Nachdem sich in der 50. Minute der zur Pause eingewechselte Tobias Damm auf der linken Seite durchsetzte und punktgenau auf den Elfmeterpunkt zu Marvin Compper passte, verzog der Youngster ein wenig überhasstet und setzte den Ball neben das Gehäuse.

Fünf Minuten später hatten die Paderborner ihre erste Möglichkeiten im zweiten Durchgang und nutzten sie auch prompt. Zwar roch das harte Tackling von Alexander Löbe gegen Sebastian Plate nach einem Foulspiel, doch Schiedsrichter Markus Schüller ließ weiterspielen und ebnete damit dem Angreifer den Weg zu seinem zweiten Treffer (1:2 in der 55. Minute).

In der 66. Minute erhöhte der SC auf 1:3. Nach einem Freistoß von Stefan Maaß in Höhe der rechten Eckfahne schraubte sich Paderborns Winterneueinkauf, Miodrag Latinovic, am Höchsten und köpfte zur Zwei-Tore-Führung der Gäste.

120 Sekunden weiter hatte der VfL die Chance zu einem Anschlusstreffer, doch der Kopfball von Stephan Schulz-Winge war wie auch der Schuss von Kastrati in der 72. Minute sichere Beute für Keeper Kruse.

In der 74. Minute trafen die Gladbacher dann doch. Mit einem schönen Pass setzte Ferdi Celik seinen neuen Teamkollegen Tobias Damm in Szene, der aus 15 Metern mit rechts wunderbar in den Winkel traf – 2:3.

Den Ausgleich auf dem Fuße hatte zehn Minuten vor dem Spielende Marvin Compper. Leider segelte sein Schuss nach einer Hereingabe von Michele Fasanelli über den Querbalken.

Auf der Gegenseite ging man sorgsamer mit seinen Einschussmöglichkeiten um. So geschehen in der 86. Minute, als der eingewechselte Daniel Scherning in einer Flanke von der linken Seite hineinrutschte und aus abseitsverdächtiger Position den 2:4-Endstand markierte.

Bleibt als Fazit nur festzuhalten, dass in dieser eher spielerisch schwachen Partie, bei der der unebene Rasen kaum guten Kombinationsfußball zuließ, noch viel Luft nach oben für beide Teams erwarten lässt. Auffällig beim VfL waren vor allem die eingewechselten Ferdi Celik und Tobias Damm. Der erst heute Morgen vom 1. FC Schwalmstadt eingetroffene 21-Jährige zeigte eine ansprechende Leistung in den 45 Minuten. Sein Kollege Justus Six, der schon das Trainingslager der Borussen mitmachte, überzeugte dagegen kaum.

Ebenfalls nicht überzeugte Benjamin Schüssler. Der mittlerweile in Paderborn spielende Angreifer wirkte an seiner alten Arbeitsstätte irgendwie lustlos und hatte keine nennenswerten Aktionen.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Bor. Mönchengladbach U23: Melka – Puhl (70. Rrustemi), Schulz-Winge, Plate, Compper – Spann (70. Weniger), Wynhoff (46. Knoche), Six – Schwarz (66. Celik), Kastrati (75. Fasanelli), Schnitzler (46. Damm)

Reserve: Semmler (Tor)

Tore: 0:1 Löbe (7./Vorlage Vujanovic), 1:1 Kastrati (28.), 1:2 Löbe (55.), 1:3 Latinovic (66./Maaß), 2:3 Damm (74./Celik), 2:4 Scherning (86.)

Gelbe Karten: - / Latinovic

Schiedsrichter: Schüller, Markus (Korschenbroich)

Zuschauer: ca. 30
 

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Düsseldorf tritt – Gladbach trifft

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(13.02.2005 - 18:30 Uhr) Mit 2:1 (2:0) gewann die Gladbacher U23 am Sonntag bei TuRU Düsseldorf. Dabei verlor der VfL zwei Spieler aufgrund von Verletzungen, einen Akteur wegen Gelb-Rot und den Glauben an gute Unparteiische in der Oberliga Nordrhein.
Die Oberliga Nordrhein musste dem Unwetter Tribut zollen – gleich sechs von acht Spielen fielen am Sonntagnachmittag buchstäblich ins Wasser. Lediglich auf den Plätzen des Bonner SC und der TuRU Düsseldorf bot der heutige Spieltag Amateurfußball. Spielfrei hatte zusätzlich die Borussia aus Freialdenhoven, da der SC Fortuna Köln sich vom Spielbetrieb der Oberliga abmeldete und in der nächsten Saison einen Neuanfang in der Landesliga starten wird.

Die Ausgangsposition für einen erfolgreichen Auftakt in die Rückrunde hatten die Männer von Trainer Horst Köppel schon am letzten Spieltag im vergangenen Jahr geebnet. Durch ein grandioses 9:1 gegen PSI Yurdumspor Köln machte Borussias U23 noch rechtzeitig auf sich aufmerksam und unterstrich trotz sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Adler Osterfeld die Aufstiegsambitionen.

Damit war der heutige Gastgeber aus Düsseldorf also vorgewarnt und verteilte vor der Partie eifrig Freikarten. Für Oberligaverhältnisse war das Stadion dann auch erstaunlich gut gefüllt. Knapp 1.100 Besucher mobilisierten die Landeshauptstädter (unter ihnen eine Vielzahl von Fortuna-Anhängern), die den Gast vom Niederrhein mit Plakaten wie „Fohlenschlachthof“ hämisch begrüßten.

Und genauso aggressiv wie die Stimmung auf den Rängen war, ging der Gastgeber in die Partie. Viele kleine, teilweise ungeahndete Nickligkeiten ließen kaum ein attraktives Spiel aufkommen. Dennoch brachte es die erste Chance für Düsseldorf ein. In der 10. Minute führte ein Fehler von Eugen Polanski zu einem Konter. Düsseldorfs Marotta luchste dem in den ersten dreißig Minuten sehr schwach aufspielenden Polanski das Leder ab, ging über die linke Seite in den Gladbacher Strafraum hinein, passte zurück auf Ramadani, der unplatziert die Kugel übers Gehäuse drosch.

Vom VfL war bis dato nichts zu sehen und es sollte es sich vorerst auch nicht ändern. Im Gegenteil, nach 18 Minuten hatte Skrobisch die Führung auf dem Fuße, aber auch er vergab kläglich.

Als dann auch noch der zweitligaerfahrene Jörg Lipinski den Bundesligadebütanten vom Wochenende, Eugen Polanski, an der eigenen Torauslinie in die Hacken trat und ungeschoren davon kam, dachte jeder, die Borussen würden sich dem harten Einsatz der Gastgeber ergeben und Polanski zu allem Überfluss verlieren. Doch der Youngster ließ sich nicht unterkriegen und rappelte sich nach mehrminütiger Behandlung am Spielfeldrand wieder auf.

Das war auch gut so, schließlich leitete Polanski in der 24. Minute die erste Einschussmöglichkeit für die Fohlen ein. Seine hohe Hereingabe wollte Schnitzler per Fallrückzieher verwerten, traf das Leder allerdings nicht voll und musste mit ansehen, wie sein Schuss weit über das Düsseldorfer Gehäuse flog.

Etwas genauer versuchte es in der 26. Minute Teamkollege Wynhoff. Per 20-Meter-Freistoß nahm er Keeper Nils Heese in die Verantwortung. Heese parierte glänzend, genauso wie drei Minuten später – erneut gegen Wynhoff. Nicht eingreifen braucht der Düsseldorfer Keeper in der 36. Minute. Ein Kopfball von Bekim Kastrati strich nach einer Ecke von Benjamin Knoche knapp über den Querbalken.

Als sich die frierenden Massen, unter ihnen auch Ex-Cheftrainer Holger Fach, schon auf den heißen Pausentee freuten, stach der VfL überraschend zu. Vorausgegangen war eine wunderschöne Ballstafette zwischen Peter Wynhoff und Dennis Puhl, Andreas Spann schickte im Anschluss mit einem tollen Pass in die Tiefe René Schnitzler auf die Reise und der Stürmer verlud gekonnt seinen Gegenspieler, um danach trocken zur überraschenden 1:0-Führung einzuschieben.

Quasi mit dem Pausenpfiff erhöhten die Gladbacher auf 2:0. Nachdem Ali Camdali einen Angriff der Düsseldorfer abblockte und mit seinem Pass auf Bekim Kastrati seinerseits einen wunderschönen Konter einleitete, traf der Angreifer abgeklärt zur 2:0-Pausenführung.

Das Spiel behielt auch im zweiten Abschnitt an Härte und der heute „leicht überfordert wirkende“ Unparteiische aus Duisburg, Dalibor Guzijan, vermochte nicht, dem ein Ende zu bereiten. So versäumte er in der 59. Minute, eine Notbremse mit Rot zu bestrafen. Zudem war das Einsteigen von Ralf Skrobisch, der dem durchstartenden Bekim Kastrati von der Seite als letzter Mann zu Boden streckte, ein Foul der bösartigen Kategorie. Schiri Guzijan hielt dem Düsseldorfer lediglich den Gelben Karton unter die Nase. Es störte ihn auch nicht, dass Gladbachs Angreifer kurz darauf mit einer Verletzung das Spielfeld verlassen musste.

Düsseldorf wollte noch einmal alles riskieren und wechselte zwei Angreifer ein. Somit erhöhte sich der Druck auf das Gladbacher Tor und Michael Melka bekam mehr zu tun, als ihm lieb war. In der 66. Minute griff der bei den Profis degradierte Schlussmann ein und rettete mit einem Blitzreflex nach einem Kopfball von Marotta die Borussia vor dem 1:2-Anschlusstreffer.

Sechzig Sekunden später wäre aber auch er machtlos gewesen. Der eingewechselte Stürmer Anderson Faluyi hatte gleich drei Gegenspieler umkurvt, zog dann aber überhastet ab und setzte das Leder Millimeter neben den Pfosten. In der 72. Minute war es erneut Melka, der durch beherztes Eingreifen eine Einschussmöglichkeit vom Düsseldorfer Kusel vereitelte.

Machtlos musste er allerdings in der 77. Minute mit ansehen, wie Faluyi ihn mit einer feinen Körperdrehung vernaschte und locker zum 1:2-Anschluss einnetzte.

Nun war wieder Oddset-Time. Hasan Ramadani, in der Winterpause von PSI Yurdumspor in die Landeshauptstadt gewechselt, trat an der rechten Außenlinie völlig übermotiviert den immer stärker werdenden Eugen Polanski um. Natürlich ließ auch in dieser Situation der Schiedsrichter weiterspielen und sah mit an, wie Polanski aufgrund einer daraus resultierenden Knöchelverletzung in die Kabinen humpelte.

Die Krone setzte sich der Unparteiische in der 80. Minute selbst auf. TuRus Sascha Waldbröhl foulte René Schnitzler und Schiri Dalibor Guzijan pfiff. Aber wer nun Gelb für den Düsseldorfer erwartete, hatte sich getäuscht. Guzijan zückte Gelb-Rot für VfL-Angreifer Schnitzler und verwies ihn wegen angeblicher Schauspielerei des Feldes.

In Unterzahl agierend versuchte die Elf von Trainer Horst Köppel nun zu mauern und musste in den letzten zehn Minuten einige Angriffe der Gastgeber überstehen. Dabei hatte der VfL auch das Glück des Tüchtigen, denn in der 84. Minute rettete die Latte vor dem Ausgleich, nachdem Düsseldorfs Kapitän Steffen Herzberger frei zum Kopfball kam.

Schlussendlich überstand die Borussia diese Drangperiode schadlos, zumindest punkte- und toretechnisch. Körperlich steckte sie einiges ein. Neben den verletzten Kastrati und Polanski sah Trainer Köppel in der 87. Minute eine blutende Kopfwunde bei Schuchardt, die sich sein Schützling bei einem Zweikampf mir Faluyi zuzog. Natürlich hatte dies keine Konsequenzen für die Protagonisten. Schuchardt durfte weiterspielen – Faluyi sowieso.

Die drei Punkte waren also teuer erkämpft, dafür wertvoll. Denn gleichzeitig spielte Tabellenführer Adler Osterfeld bei den abstiegsbedrohten Bonnern nur torlos Unentschieden, so dass der Rückstand auf Platz 1 von sieben auf fünf Punkte schmolz.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Bor. M’gladbach U23: Melka – Knoche, Plate, Schulz-Winge, Puhl – Camdali – Polanski (79. Schuchardt), Spann (88. Compper), Wynhoff – Schnitzler, Kastrati (64. Schwarz)

Reserve: Semmler (Tor), Rrustemi, Weniger, Celik

Tore: 0:1 Schnitzler (43./Vorlage Spann), 0:2 Kastrati (45./Camdali), 1:2 Faluyi (77.)

Gelbe Karten: Willems, Skrobisch, Lipinski / Camdali, Schnitzler

Gelb-Rote Karte: Schnitzler (80./Schwalbe)

Zuschauer: ca. 1.100

Schiedsrichter: Dalibor Guzijan (Duisburg)
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Am Samstag spiele ich wieder an meiner alten Wirkungsstätte, dem Bökelberg. Die U-23 spielt morgen um 15 Uhr im Oberliga-Spitzenspiel gegen den direkten Tabellennachbarn SSVg. Velbert.

Der Trainer hat mich aus taktischen Gründen nicht in den Bundesliagkader für das Spiel am Sonntag gegen Schalke nomminiert. Mit meinen Trainingsleistungen ist er zufreiden, aber aus taktischen Überlegungen habe ich zur Zeit keine Chance.
Aus diesem Grund halte ich mich am Samstag bei den Amateuren fit und versuche durch eine gute Leistung wieder auf mich aufmerksam zu machen. Außerdem bin ich fußballverrückt und habe so viel Spaß am Fußball, daß ich nicht nur zuschauen möchte.

Vielen Dank für Eure vielen aufbauenden und unterstützenden Einträge in meinem Gästebuch. Natürlich werde ich weiter kämpfen und versuchen schnell wieder in die Mannschaft zu kommen.

Auf Eure Unterstützung hoffe ich auch morgen am Bökelberg, wenn wir Borussen gegen Velbert spielen...
Bis dahin

Macht´s gut

Euer Kozze



Quelle:http://www.bernd-korzynietz.de/news-archiv.jsc?off=1&id=886
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Wichtiger Sieg

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Borussias U23 hat durch den 1:0-Sieg heute (Samstag) Nachmittag gegen die Spielvereinigung Velbert in der Oberliga zumindest den dritten Tabellenplatz erkämpft. An Velbert ist die Mannschaft von Trainer Horst Köppel durch den Erfolg vorbei gezogen, deshalb war der knappe Sieg im Spitzenspiel natürlich besonders wichtig.
Die spielentscheidende Szene gab es bereits in der fünften Minute, als Bekim Kastrati im Strafraum der Gäste zu Fall kam, und der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Mannschaftskapitän Peter Wynhoff (Foto) verwandelte im Anschluss sicher, und fortan musste Velbert um Spielertrainer Marek Lesniak viel mehr riskieren als erwünscht.
In den ersten 45 Minuten gab es viele Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, das Spiel selbst blieb auf mäßigem Niveau. Auf Seite Borussias hätten René Schnitzler und Markus Hausweiler (der wie Bernd Korzynietz und Michael Melka von den Profis dabei war) die Führung ausbauen können. Melka sicherte den Vorsprung bei einer tollen Parade nach einem Freistoß der Spielvereinigung.
Mit zunehmender Spielzeit verflachte die Begegnung, und die etwa 300 Zuschauer mussten sich die wenigen Höhepunkte noch schön reden. Dennoch hätte Velbert beinahe ausgeglichen, als sie zwölf Minuten vor dem Ende die beste Chance der zweiten Halbzeit hatten. Zu diesem Zeitpunkt spielte der VfL schon in Überzahl. Borussia misslang aber immer wieder der letzte Pass, und deshalb durften alle Gastgeber über den Schlusspfiff sehr froh sein, genauso wie über drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf.

Borussia: Melka – Korzynietz, Schulz-Winge, Plate, Puhl – Hausweiler (68. Schuchardt), Camdali, Wynhoff, Spann (87. Compper) – Kastrati (77. Schwarz), Schnitzler. Tor: 1:0 Wynhoff (5., Elfmeter). Gelb-Rote Karte: Kaya (72.). Zuschauer: 300.
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Platzsperre

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(26.02.2005 - 12:58 Uhr) Dem 21. Spieltag der Oberliga Nordrhein drohen erneut viele Absagen. Bisher meldete der Verband schon vier Absagen, die anderen vier Partien stehen noch auf der Kippe. Unter den abgesagten Spielen fällt auch das Aufeinandertreffen Borussias U23 beim FC Junkersdorf.

Durch den Rückzug des S.C. Fortuna Köln hatten die Amateure aus Duisburg am 21. Spieltag sowieso spielfrei. Darüber hinaus fielen folgende Partien dem Wintereinbruch in Nordrhein Westfalen zum Opfer:

Bonner SC vs. GFC Düren 09
Yurdumspor Köln vs. Alder Osterfeld
Bor. Freialdenhoven vs. Wuppertaler SV II
FC Junkersdorf vs. Bor. M’gladbach U23

Die Männer von Trainer Horst Köppel liegen zur Zeit spielgleich mit zwei Punkten Rückstand auf Adler Osterfeld auf Rang 2 der Oberliga Nordrhein. Zu überholen wären sie allerdings von der SSVg Velbert (ein Spiel und zwei Punkte Rückstand auf den VfL / Platz 4) und Bayer 04 Leverkusen Amateure (zwei Spiele und einen Punkt Rückstand / Platz 3) – sofern die Verfolger ihre Nachholbegegnungen erfolgreich bestreiten.

Apropos Nachholbegegnungen – bisher gibt es noch keine offiziell bekannt gegebenen Termine für die Neuansetzungen der zahlreichen Spielausfälle.

Somit haben die Amateure nun eine Woche, um sich auf die wichtige Partie am nächsten Sonntag gegen Bayer 04 Leverkusen vorzubereiten. Das Spiel findet am 06. März um 15 Uhr im Leverkusener Ulrich-Haberland-Stadion statt.
 

drunkenbruno

Keyser Söze
U23-Spitzenspiel fällt aus - Osterfeld hat nicht für Regionalliga gemeldet

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05.03.2005

Das Spitzenspiel in der Oberliga Nordrhein zwischen den Amateuren von Bayer Leverkusen und der U23 Borussias am morgigen Sonntag fällt den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer. Trotzdem dürften sich beide Teams an diesem Wochenende freuen, denn am Donnerstag wurde bekannt, dass der Spitzenreiter Adler Osterfeld keine Lizenz für die Regionalliga beantragt hat und somit aus dem Aufstiegsrennen ausfällt.

Zurzeit liegt der VfL mit einem Punkt mehr auf dem Konto einen Rang vor Leverkusen auf Platz zwei in der Tabelle, doch Bayer hat noch zwei Nachholspiele. Durch die Meldung am Donnerstag aus Osterfeld, dass die Adler, momentan Tabellenführer, nicht für die Regionalliga gemeldet haben, bleiben Velbert, Leverkusen und Borussia als heißeste Kandidaten für den Aufstieg übrig.
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Adler stürzt in die Landesliga

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(09.03.2005 - 18:26 Uhr) Zur Zeit bekleidet der SV Adler Osterfeld den ersten Platz in der Oberliga Nordrhein. Doch Anfang dieser Woche wollte auch Coach Hans-Günter Bruns, ehemaliger Mönchengladbacher Nationalspieler, es nicht wahr haben. Die Adler ziehen sich aus der Liga zurück.

Trainer Hans-Günter Bruns, das bekannteste Gesicht der Osterfelder, reagierte in der Neuen Rur Zeitung (NRZ) geschockt: «Das tut im Herzen weh. Meine Truppe ist sportlich und menschlich so toll, wie ich es noch selten erlebt habe.»

Platz 1 in der laufenden Saison, zwei Punkte Vorsprung auf den Verfolger Mönchengladbach – die Vorzeichen standen in der Winterpause noch anders. Letzte Woche Donnerstag erklärte der Verein dann ein wenig überraschend, dass die Osterfelder keinen Antrag für die Regionalliga gestellt habe. Diese Woche folgte die nächste Hiobsbotschaft.

Vorsitzender Jürgen Becker: «Wir werden die Frist zur Oberliga- und Verbandsligameldung verstreichen lassen, wir sind es leid.»

Nichts vom Traum Regionalliga: Gleich drei Klassen tiefer geht es für den SV Adler in der neuen Saison weiter – gekickt wird in der Landesliga. Der Trainer soll auch weiterhin Hans-Günter Bruns heißen.

Der ehemalige Libero der Borussia signalisierte schon seine Bereitschaft, weiter für die Osterfelder an der Außenlinie zu dirigieren. Bis zum Saisonende will er auf jeden Fall weitermachen, alles unter der Prämisse „jetzt erst recht!“.

Sollten für Bruns allerdings attraktive Angebote ins Haus flattern, dann will auch der Fußballlehrer über einen Wechsel nachdenken. Sein Verein signalisierte auch schon die Bereitschaft, ihm keine Steine in den Weg zu legen.

Auf jeden Fall hat die Oberliga Nordrhein innerhalb kürzester Zeit ihr zweites Opfer gefunden. Nach dem überraschend plötzlichen Rückzug des S.C. Fortuna Köln scheidet nun am Ende der Saison auch der SV Adler Osterfeld aus. Somit entspannt sich nicht nur das Gerangel um den Klassenerhalt ein wenig, es wird nun auch der Konkurrenzkampf um den Regionalligaaufstieg ein wenig entzerrt.
 
Ich bin ja leider kein Amateurgänger, aber morgen ist wohl das letzte Flutlichtspiel :frown: oder schaffen es die Borussen in MG das Stadion zu retten ?
 

pfalzborusse

Auswärtsgigant
Junker schrieb:
Ich bin ja leider kein Amateurgänger, aber morgen ist wohl das letzte Flutlichtspiel :frown: oder schaffen es die Borussen in MG das Stadion zu retten ?
Sollte man sich aber überlegen einer zu werden - laut DA gibt es dort, und nur dort, attraktiven Fußball zu sehen :lachtot: :floet: :lachtot:
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
»Du Strasser, Du!«

(25.03.2005 - 19:29 Uhr) Wie im letzten Heimspiel reichte es für die U23 der Gladbacher Borussia lediglich zu einem Unentschieden. Keine Tore, dafür aber viele Fans und gute Stimmung auf den Rängen. Der Bökelberg erlebte ein kleines Revival.
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Olaf Dressel, ehemaliger Bundesligaspieler des VfL Bochum und mittlerweile Manager des 1. FC Kleve, neckte schon weit vor dem Spiel Borussias Jugend- und Amateurkoordinator Max Eberl.

»Wie, Du hast kein Tor in der Bundesliga geschossen?«

Eberl merkte an, dass er beim Abschiedsspiel gegen Uwe Kamps getroffen hätte. Gleichzeitig nahm er den Vorschlag von Toni Polster an, als dieser meinte, man solle einen Schal mit dem Schriftzug „Max Eberl 1.Tor, ich war dabei“ herstellen lassen.

»Wir überlegen uns etwas, aber mehr verrate ich noch nicht!«

Somit galt die ganze Konzentration dem Amateurkick. Gründonnerstag, Flutlicht und leichter Regen – perfektes Bökelbergwetter. Obwohl an der Ostgerade schon die Lichter aus zwei Flutlichtmasten entfernt waren, kehrte der Mythos ein wenig zurück. Selbst mit den an der Haupttribüne übrig gebliebenen Masten hätte der VfL ein regionalligakonformes Licht – fehlt jetzt nur noch der Aufstieg.

Und im Kampf um den Aufstieg fanden sich zahlreiche Anhänger am ehrwürdigen Bökelberg ein, die anscheinend genauestens gezählt wurden. Die Zahl von 720 Schaulustigen nannte Stadionsprecher Alfred Bierendt – in der Halbzeitpause unterhalten mit Udo Jürgens, der kehlig durch die alten Lautsprecher dröhnte.

Dabei fand auf dem grünen Rasen ein wichtiges Duell statt. Vorteile hatte hier der Gast aus Kleve, zumindest in der ersten Spielhälfte. Schon nach vier Spielminuten hätte Ercan Sendag das 0:1 aus Gladbacher Sicht erzielen müssen, sein Schuss streifte allerdings knapp am langen Pfosten vorbei.

Borussia selbst kam erst nach einer guten Viertelstunde in Schwung. Die erste Tormöglichkeit vergab dann aber Peter Wynhoff, dessen Linksschuss von Keeper Christoph Müller gehalten wurde.

In der 32. Minute wurde die Partie auf einmal unterbrochen. Schuld daran waren ein paar Anhänger der lautstarken Klever. Zwei angezündete Rauchbomben sorgten für Nebel auf Tribüne und Platz sowie heftige Kritik. Es beruhigte sich glücklicherweise wieder alles ziemlich schnell, so dass der Schiedsrichter nach wenigen Minuten das Spiel wieder anpfiff.

Kurz darauf scheiterte Bekim Kastrati am gegnerischen Keeper (33.) und Oktay Güney an seiner Schussgenauigkeit (44.), wobei Torhüter Darius Kampa bei dieser Szene keine glückliche Figur abgab.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie zu einem echten Fight. Sofort schwappte das Arrangement auf die Tribüne herüber und die Anhänger der Fohlenelf machten sich mehr und mehr bemerkbar.

Höhepunkt war ein Doppelpassspiel von Peter Wynhoff und Ali Camdali in der Klever Hälfte, das bei der Wiederholung leider misslang. Sofort quittierte es ein Tribünengast mit dem vernichtenden Urteil »Du Strasser, Du!«. Das war die Initialzündung und fortan ging das Publikum mit.

Nährboden bekamen die zahlreichen Fans durch einige fragwürdige Abseitsentscheidungen der Schiedsrichterassistenten, die häufig mit den Fahnen wedelten und selbst dann, wenn sie einmal richtig lagen, hämische Rufe aus den Zuschauerrängen ernteten.

In der 66. Minute lag der Unparteiische zwar richtig – doch Gladbachs Trainer und Betreuer sowie deren Fans wollten es nicht einsehen. Bekim Kastrati wurde an der Strafraumgrenze gelegt, fiel allerdings erst im gegnerischen 16er zu Boden. Schiri Marcel Pelgrim entschied zurecht auf Freistoß. Diese Möglichkeit nutzte der VfL jedoch nicht, denn Dennis Puhl schoss über den Querbalken.

Kurz vor dem Ende entschied der Mann in Schwarz zum Leidwesen der Borussia allerdings falsch. Ein eindeutiges Halten im Klever Strafraum wurde übersehen, so dass René Schnitzler seine Torchance nicht nutzte. In dieser Situation wurde der VfL zum ersten Mal in dieser Partie benachteiligt und wahrscheinlich um wichtige drei Punkte gebracht.

Drei Punkte, die die Truppe von Horst Köppel dringend benötigt hätte. Da half das Unentschieden der Werkself aus Leverkusen gegen Osterfeld nur wenig, schließlich ist Bayer 04 bei zwei Spielen Rückstand immer noch ein Punkt vor der Borussia. Horst Köppel machte seinem Team keinen Vorwurf:

»Meine Jungs haben hervorragend gekämpft und aus meiner Sicht sind uns heute zwei ganz klare Elfmeter untersagt worden. Aber vielleicht können wir uns mit unserem Nachholspiel in Leverkusen wieder selbst ins Rennen bringen. Unterm Strich bleibt allerdings übrig – zwei Punkte aus zwei Heimspielen ist viel zuwenig.«

Die Kurzstatistik der Partie:

Bor. M’gladbach U23: Kampa – Knoche, Plate, Schulz-Winge, Compper (67. Celik) – Puhl, Camdali, Wynhoff – Spann (75. Schuchardt) – Schwarz (46. Schnitzler), Kastrati

1. FC Kleve: Müller – Sendag, Stock, Zimmermann, Vanek – Akpinar, Puschmann, van Putten (83. Hommers), Woidtke (83. Putsila) – Brouwer (89. Benedyk), Güney

Reserve: Semmler (Tor), Harwart, Fasanelli, Weniger / Kontra (Tor), Losing, Kaul

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 720

Schiedsrichter: Marcel Pelgrim (Ochtrup)
 

drunkenbruno

Keyser Söze
28. Spieltag: Alemannia Aachen Amateure - Borussia Mönchengladbach U23

Nicht - Manga, Lehnen, Bediako, Henseler - Casper, El Hammouchi, Balaban, Moosmayer - Addai, Rentmeister Semmler - Knoche, Plate, Schulz-Winge, Compper - Hausweiler, Wynhoff, Schwarz, Spann - Schnitzler, Kastrati

Ersatz: Hesse, Maassen, Baumann, Hacker, Memic, Soemantri, Zitzen, Putzier, Sebahi, Marotta, Wulf, Donkor, Schneider, Bruns

Es fehlt: niemand Ersatz: Engelmann (A-Jugend), Ramovic, Pletsch, Schacken (A-Jugend), Camdali, Hammes, Levels (A-Jugend), Kempe (A-Jugend), Demo, Fasanelli, Harwat, Celik.

Es fehlen: Kampa, Polanski (im Profikader), Melka, Puhl, Schuchardt (alle verletzt), Weniger (Probetraining in Wien).

(js) Wir wollen attraktiven Fußball sehen? Kampf um die Meisterschaft? Einen Fußball-Lehrer, der Erfolge aufweist und außerhalb jeglicher Diskussion steht? Vielleicht gar einen Auswärtssieg? Und das alles für schlappe fünf Euro? Dann müssen wir in der Tat zu den Amateuren gehen. Und so sparen wir uns in dieser Woche ausnahmsweise den Vorbericht zum Bundesliga-Spiel Borussias bei den Bayern und rücken statt dessen die Partie der U23 in den Vordergrund, einer Elf, die sich diese Aufmerksamkeit redlich verdient hat. Am Samstag um 15.30 h tritt die zweite Garde der Elf vom Niederrhein zum wegweisenden Auswärtsspiel bei den Amateuren von Alemannia Aachen an (Münzenberg-Stadion, unmittelbar neben dem Tivoli). Wir haben mit den Trainern beider Mannschaften über die Ausgangslage gesprochen und hoffen, daß alle Nicht-München-Fahrer kommen und ihr Team dort unterstützen. Die Leistungen der U23 sind die Mühe wert!

Die Oberliga Nordrhein steuert einem heißen Saisonfinale entgegen. Sieben Spieltage (sowie einige Nachholspiele) vor Schluß kämpfen drei Teams um die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga Nord: die U23-Mannschaften der Bundesligisten aus Mönchengladbach und Leverkusen sowie die SSVg. Velbert. Borussia liegt als Tabellenzweiter zwar fünf Punkte hinter den Leverkusenern, gefolgt von den jüngst schwächelnden Velbertern, die noch Außenseiterchancen besitzen (vier Punkte hinter Borussia bei einem Spiel in der Rückhand). Der Trend der letzten Monate spricht jedoch durchaus für die Elf von Horst Köppel. Die letzte Niederlage resultiert aus dem November; seitdem wurden sechs Siege - darunter gegen Velbert und beim Vierten Osterfeld - und drei Unentschieden eingefahren. Hätte es nicht zuletzt zwei unnötige Punkteteilungen in den Heimspielen gegen Solingen und Kleve gegeben, herrschte bei Borussia eitel Sonnenschein. Dennoch bleibt die Ausgangslage interessant: Der Spitzenreiter Leverkusen ließ in den letzten Partien ebenfalls unnötig vier Punkte liegen und trifft am 26.04. in einer Nachholpartie auf Borussia - vielleicht eine Art Endspiel, wenn Köppels Mannen bis dahin die Nerven behalten...

Borussia:

Im SEITENWAHL-Interview zu Saisonbeginn definierte Horst Köppel den Aufstieg in die Regionalliga als wichtigstes Ziel, im Einklang mit der Ausbildungsfunktion, die die U23 im Rahmen von Borussias Gesamtkonzept erfüllt: "Wir müssen versuchen, so schnell wie möglich in die Regionalliga zu kommen, weil dies unser Niveau weiter anhebt, und die Spieler dementsprechend auszubilden." Ein ambitioniertes Ziel, zumal Köppel selbst nach erfolgreichen Jahren bei Borussia Dortmunds Junioren erst zu Saisonbeginn an den Bökelberg zurückgekehrt war und auf ein junges Team mit vielen gerade der A-Jugend entwachsenen oder dort noch einsatzberechtigten Spielern bauen mußte. Außerdem war die erwartete Konkurrenz groß. Köppel sah ein halbes Dutzend Teams als ernsthafte Konkurrenten an, vor allem - eine im Nachhinein korrekte Prognose - die Leverkusener Amateure sowie Velbert. Man durfte also auf den Aufstieg hoffen und nannte ihn als klares Ziel, konnte aber keineswegs so vermessen sein, den Oberliga-Titel als Selbstläufer anzusehen. Zudem konnte Köppel zwar hoffen, die Qualität der Spieler nachhaltig anzuheben, doch ob sich wirklich jemand bei den Profis durchsetzen würde, war natürlich nicht planbar.

Um so erfreulicher ist es, daß sich Borussias U23 nach drei Vierteln der Spielzeit auf einem guten Weg befindet, diese Ziele zu erreichen. Diese Einschätzung teilt auch Horst Köppel in einem erneut ausführlichen SEITENWAHL-Gespräch vor der Partie in Aachen. "Man soll zwar nie zufrieden sein, aber daß wir mit Jansen und Polanski zwei Spieler an den Profikader herangeführt haben, ist riesig." Schließlich sei diese Ausbildungsfunktion wichtig für das Gesamtkonzept im Verein, zumal aufgrund von Auflagen der Fußballverbände diese Funktion in den nächsten Jahren noch mehr Bedeutung erlangen werde. Was daß sportliche Ziel in der Oberliga angehe, befinde man sich ebenfalls auf gutem Weg, "doch zunächst denke ich von Spiel zu Spiel", so Köppel. "Wir dürfen in Aachen keine Punkte lassen. Andererseits ist Leverkusen am Wochenende spielfrei und muß noch nach Velbert, für die es um die letzte Chance geht." Somit bleibe es in jedem Fall spannend.

Sorgen bereitet Köppel, der am Mittwoch in Wuppertal dem 2:0-Sieg der Aachener Oberligamannschaft beiwohnte, erstmals in dieser Saison die Personalsituation. Kampa und Polanski ("letzteres habe ich heute morgen gelesen") reisen mit den Profis nach München, Schuchardt erlitt im Trainingsspiel gegen die A-Jugend am Dienstag einen Bänderriß, Puhl brach sich im letzten Oberligaspiel einen Zeh, und Weniger weilt im Probetraining bei einem Wiener Regionalligisten ("hatte ich ihm schon lange versprochen"). Auch seitens der zur U23 abgestellten Profis kommt wenig Entlastung. "Mit Ramovic und Pletsch habe ich gestern gesprochen. Ramovic will auf Kunstrasen nicht spielen, Pletsch eher auch nicht. Mit Hausweiler und Demo rede ich heute und hoffe, daß wenigstens Hausweiler spielt." Ohnehin wird Köppel einige A-Jugendliche nominieren müssen, um die Altersanforderungen seitens des DFB zu erfüllen. "Ersatztorwart wird wohl Engelmann, und für die Defensive brauche ich vielleicht Schacken, Levels oder Kempe, weil ich sonst nur Offensive auf der Bank hätte."

Natürlich haken wir an dieser Stelle nach: Polanskis Abstellung hat Köppel gelesen und nicht persönlich mitgeteilt bekommen? Die Profis wollen nicht auf Kunstrasen spielen? Köppel gibt aber an beiden Fronten Entwarnung. "Ich möchte betonen, daß das Verhältnis zur ersten Mannschaft, die ohnehin im Moment vorgeht, gut ist. Ich rede meistens mit Pim Verbeek oder Michael Oenning, das klappt gut." Auf Dick Advocaat angesprochen - schließlich betonte Köppel noch im Sommer, er freue sich besonders, daß Profitrainer Fach Regionalligaerfahrung habe und daher die Sorgen der Amateurteams kenne - beschränkt er sich auf die Feststellung, daß er auch hier keinen Grund zu Kritik habe. "Ich möchte auch nicht, daß nachher irgendetwas geschrieben steht, da können Sie von mir keine Aussage erwarten."

Ähnlich loyal verhält sich Köppel gegenüber den Spielern Pletsch, Hausweiler und Demo. "Es interessiert mich überhaupt nicht, was angeblich vorgefallen ist - ich allein entscheide auf Basis der Leistung, wer spielt, und ich erwarte bei den dreien keine Probleme." Auch Marek Heinz habe bei ihm ordentlich trainiert, und daß Profis in der U23 den Konkurrenzkampf schüren, sei normal und solle nicht überbewertet werden - genauso wenig übrigens wie die Tatsache, daß Profis halt Kunstrasen scheuen. "Im übrigen ist das Thema Profis gar nicht so entscheidend": Er dürfe ohnehin die letzten vier oder fünf Oberligaspiele keine Profis einsetzen, insofern seien die praktischen Auswirkungen begrenzt. Und abschließend fügt er an: "Im Zweifel müssen sich die Spieler beweisen, die bis jetzt noch nicht so viel gespielt haben, und mir zeigen, daß ich in der Vergangenheit falsch lag..."

Borussen-Defensive:

Trotz der Personalengpässe reist Borussia mit einem guten halben Dutzend Spielern nach Aachen, die über Bundesligaerfahrung verfügen. Zu diesen zählt diesmal kein Torwart. In der Startelf wird Christoph Semmler stehen, der aufgrund der Konkurrenz durch drei Profi-Schlußmänner nur in der Vorrunde vereinzelt zum Einsatz gekommen war, jedoch über die nötige Erfahrung verfügt. Sein Ersatzmann wird voraussichtlich der 17jährige A-Jugendliche Mark Engelmann.

In der Viererkette ist links Marvin Compper gesetzt. Der Ex-Stuttgarter gilt als legitimer Nachfolger Marcell Jansens und konnte bereits Dick Advocaat im Training bei den Profis überzeugen. In der Innenverteidigung agiert der unverwüstliche Stephan Schulz-Winge, der alle paar Jahre kurzzeitig im Profiteam zu Einsätzen gelangte, ohne sich dauerhaft etablieren zu können, neben Sebastian Plate, der diesen Verschiebebahnhof trotz junger Jahre ebenfalls bereits hinter sich hat. Rechtsverteidiger wird Benjamin Knoche sein, der im Vorjahr mit Köppel aus Dortmund an den Niederrhein gekommen war.

Borussen-Offensive:

Im rautenförmigen Mittelfeld bereitet vor allem die zentrale Schaltstelle vor der Abwehr Sorgen, da sich hier die Verletztensituation besonders negativ auswirkt. Hier könnte Markus Hausweiler zum Einsatz gelangen; als Ersatzmann stünde Ali Camdali bereit. Links im Mittelfeld agiert Peter Wynhoff, rechts Mario Schwarz, der beim 4:1-Sieg in der Hinrunde gegen Aachens U23 zwei Treffer beisteuerte. Zentral offensiv hinter den Spitzen spielt Andreas Spann, wenngleich die Möglichkeit besteht, daß für ihn Igor Demo von Beginn an aufläuft.

In Abwesenheit von Topscorer Schuchardt ruht die Last des Torschießens auf dem Duo Bekim Kastrati und René Schnitzler. Letzterer hat derzeit einen Lauf, war er doch zuletzt in Düren an allen vier Treffern beteiligt und zeichnete sich auch gegen Solingen als zweifacher Torschütze aus. Mit Spielern wie Celik und Harwat stehen zudem ordentliche Alternativen bereit, so daß das Torschießen nicht im Zentrum der Vorüberlegungen stehen wird.
Der Gegner aus Aachen:

Aachens U23 tat Horst Köppel am letzten Sonntag einen Gefallen, denn sie gewann 3:2 in Velbert und erhöhte somit Borussias Aufstiegschancen. Stefan Emmerling, der Amateurtrainer am Tivoli, wird es damit aber mit den Geschenken bewenden lassen wollen, zumal sein Team als Mannschaft der Stunde in der Oberliga Nordrhein gelten kann. Seit elf Spielen ist der Öcher Nachwuchs unbesiegt und hat die Umwandlung einer Fahrstuhlmannschaft - Abstieg aus der Oberliga 2003, Rückkehr 2004 - in ein Team mit Ambitionen nach oben erfolgreich abgeschlossen. Daß es nicht zu mehr reicht, sprich einer realistischen Aufstiegschance in die Regionalliga, liegt in der punktemäßig durchschnittlichen Vorrunde begründet sowie einer Krankheit, die alle Spitzenteams der Liga erfaßt hat: zu viele Unentschieden gegen spielerisch sehr limitierte Gegner.

Austragungsort der Aachener Heimspiele ist das Münzenberg-Stadion, ein Kunstrasenplatz in unmittelbarer Nachbarschaft des Tivoli. Grundsätzlich finden die Spiele dort samstags statt, ungewöhnlich für die Oberliga. Beides findet bei Horst Köppel, der insbesondere den Kunstrasen als Nachteil für sein Team ansieht, wenig Verständnis: "Alle anderen müssen auf Rasen oder von mir aus Asche spielen, nur Aachen bekommt aus unerfindlichen Gründen die Berechtigung auf Kunstrasen zu spielen." Der Samstagstermin sei ebenfalls nicht nachvollziehbar. "Ich hatte gehofft, in einem Sonntagsspiel den ein oder anderen Spieler, der im Kader für München steht, aufzubieten, aber das geht ja nun nicht." Ausreden sollen dies freilich nicht sein, denn Köppel läßt keinen Zweifel: "Wir sind auch so in jedem Fall stark genug zu gewinnen."

Dieser Satz könnte auch von Köppels Kollegen Emmerling kommen, wenngleich der frühere Bundesliga-Profi im Gespräch mit SEITENWAHL festhält, daß "Gladbach der klare Favorit" sei. Dennoch strebe sein Team selbstverständlich einen Erfolg an: "Wir wollen uns für das Hinspiel rehabilitieren, als wir mit der 1:4-Niederlage noch gut bedient waren. In Velbert ist uns eine ähnliche Revanche bereits geglückt", meint Emmerling in Hinblick darauf, daß dies durchaus ein realistisches Ziel sei. Die Abstellung von Borussen-Profis in Horst Köppels U23 sieht der Aachener Trainer als positiven Anreiz für seine Spieler. Auf Verstärkungen seinerseits aus dem Zweitliga-Team angesprochen, meint Emmerling, es sei zwar möglich, daß noch Spieler aus dieser Mannschaft zu seiner U23 stoßen könnten (dies entscheide sich am Freitag; Florian Bruns sei ein Kandidat), doch erforderlich sei dies nicht.

Diese Aussage kommt sachlich daher, ohne Spur von Überheblichkeit. Ohnehin betont Emmerling, man müsse doch sehen, wo Alemannias U23 herkomme: Als Aufsteiger habe man seine Ziele bereits übertroffen, und vom Aufstieg in die Regionalliga zu reden sei gar kein Thema. Und schließlich stimmt er sogar Horst Köppel zu, was den Kunstrasen betrifft: "Rasen wäre uns auch lieber, aber Alemannia hat nur einen Rasenplatz, und dort trainieren die Profis. Gleichzeitig finden dort die Spiele unserer A-Jugend statt, die in der Bundesliga aktiv ist und daher vor der U23 Vorrang hat." Da bliebe eben nur der Kunstrasenplatz, denn mehr als diese Doppelbelastung sei dem Rasen nicht zuzumuten. "Daß das die anderen Vereine stört, kann ich gut verstehen." Allerdings habe sein Team auch auf anderen Belägen bewiesen, daß man Fußball spielen könne. Das kann man in der Tat so stehen lassen.

Aachen-Defensive:

In der mit 2:0 in Wuppertal gewonnen Nachholpartie blieb Aachen von Verletzungen verschont, so daß Stefan Emmerling gegen Borussia den besten Kader zur Verfügung hat. Im Tor steht der 24jährige Kristian Nicht, der Ersatztorhüter der Profimannschaft, der vor Saisonbeginn aus Nürnberg kam. Er weist noch keine Erst- oder Zweitligaerfahrung auf, zeigte sich aber in der Oberliga als sicherer Rückhalt. In der Viererkette ist insbesondere Edwin Bediako in Mönchengladbach gut bekannt. Der Ghanaer wechselte 2001 an den Tivoli und brachte es bislang auf 57 Zweitligaeinsätze, wovon allerdings keiner aus dieser Spielzeit resultiert. Im vorigen Sommer sollte er abgegeben werden, doch es fand sich kein anderer Verein, so daß Bediako bei der Aachener U23 verblieb. Neben ihm spielt André Lehnen; die Außenpositionen werden von Ben Manga und Michael Henseler eingenommen. Manga ist noch aus Düsseldorfer Zeiten Mitte der 90er Jahre bekannt, als er es auf drei Bundesligaeinsätze brachte. 2001 wurde er mit Karlsruhe Meister in der Regionalliga Süd.

Aachen-Offensive:

Stabilisierendes Element vor der Abwehr ist der aus Köln verpflichtete Mirko Casper, der bereits zum erweiterten Profi-Kader zählte, als Trainer Hecking Personalprobleme in der Defensive hatte. Taktgeber ist Kapitän Tom Moosmayer, der - zumal er über einen guten linken Fuß verfügt - auch für die Ausführung vieler Freistöße sowie der Elfmeter verantwortlich zeichnet. Raschid El Hammouchi ist ein quirliger kleiner Spieler, der dank seiner technischen Fähigkeiten über die Gabe verfügt, ordentlich flanken zu können. Der offensiv ausgerichtete Yunus Balaban, der jüngst mit einem sehenswerten Fallrückzieher in der Schlußminute den Siegtreffer bei Yurdumspor Köln erzielte, komplettiert das Vierermittelfeld. Im Zweiersturm agieren Gordon Addai und der torgefährliche Michael Rentmeister, der auch den Ehrentreffer beim 1:4 in Mönchengladbach erzielte. Eine Alternative für Addai wäre Florian Bruns von den Profis, der unter anderem dreimal in UEFA-Cup-Spielen eingewechselt wurde und in der Zweiten Liga mehrfach als Torschütze positiv auffiel.
Der Gegner im Internet: http://www.alemannia-aachen.de
Joachim Schwerin
07.04.2004
 
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