Triathlon

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lowi2000

Maailmanmestari
Körperlich haben Westafrikaner schlechte Voraussetzungen fürs Schwimmen. Von der Physis sind das Langstreckenläufer.

Schwimmen ist aber in ~50min absolviert - hier verlieren die Athleten in der Regel so 3-4min, max.6 min auf die Besten. Der Marathon dauert dann doch 3x so lange und die Abstände können schon mal 30min betragen (Sparziergänge wie Frodeno letztes Jahr nicht eingerechnet).

Sprich die Afrikaner sollten im Schwimmen nicht so viel verlieren, wie sie im Laufen rausholen können.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Schwimmen ist aber in ~50min absolviert - hier verlieren die Athleten in der Regel so 3-4min, max.6 min auf die Besten.

Das sind dann aber auch schon alles gute Schwimmer (unterhalb der reinen Leistungsschwimmer). Auch diejenigen, mit 6 Minuten Rückstand. Auf 3.000 Metern kann sich ein durchschnittlicher Schwimmer auch schon deutlich mehr einhandeln.
Die Weltklassetriathleten laufen ja auch in glühender Hitze nach den vorigen Anstrengungen Marathon Zeiten von teils unter 2:40, wo der Spielraum zum Aufholen begrenzt ist.

Nicht unterschätzen darf man zudem halt, was auf der Radstrecke an Zeit verloren werden kann. Leicht auszurechnen, selbst wenn einer im Durchschnitt nur 1 km/h langsamer ist. Auch dort sind die Besten ja mittlerweile so gut, dass selbst ehemalige Radprofis nicht mehr ohne weiteres ein Feld aufrollen.

Mal abgesehen vom Zusammenspiel der Disziplinen und dem Wechsel. Du kennst es ja auch. Der Wechsel vom Schwimmen zum Rad und insbesondere vom Rad zum Laufen ist eine brutale Blitzumstellung für den Körper.
Reine Laufspezialisten wie die kenianischen Weltklasseläufer dürften daran hart zu knabbern haben. Wenn sie dann schon einen ordentlichen Rückstand durch Schwimmen und Rad haben, wird das schwer bis aussichtslos.
Für letzteres spricht ja zumindest auch, dass es bislang wohl noch nie einen Schwarzafrikaner im Triathlonprofibereich gegeben hat.
Obwohl die Beratungsagenturen und Sportartikelunternehmen durchaus auf die Idee kommen könnten, so einen alleine aus Vermarktungsgründen "ranzuzüchten".
 

lowi2000

Maailmanmestari
Obwohl die Beratungsagenturen und Sportartikelunternehmen durchaus auf die Idee kommen könnten, so einen alleine aus Vermarktungsgründen "ranzuzüchten".

Das meinte ich damit auch.
Schau dir mal die Entwicklung in der LA in den letzten 10-20 Jahren an. Klar im Marathon der Männer gibt es schon seit ewigen Zeiten Afrikaner, aber bei den Damen erst seit ein paar Jahren (vor allem in der Dichte), aber bis 2012 war z.B eine Engländerin dominierend.
Und die Afrikaner dominieren mittlerweile nicht nur von 5000m aufwärts sondern tw. sogar ab 400m aber spätestens ab 800m (war früher immer noch die Domäne der Amerikaner, Russinnen bzw. tw. Marokanner). Und auch in den technischen Disziplinen findet man mittlerweile die ersten Kenianer (ich denke da nur den Speerwerfer).

Von daher kommt garantiert jemand drauf, dass 1000 Afrikanische Marathonläufer eigentlich genug sind, die nehmen sich ja nur gegendseitig die Siege / Preisgelder etc. weg, es aber in anderen Disziplinen durchaus Potential gibt. Und wenn man sich ein paar 10-jährige raussucht, denen Fahrräder schenkt und Schwimmunterricht erteilt und entsprechend trainiert hast in 10-15 Jahren auch einen Ironman Weltmeister.
 

Benjamin

Super Lee McCulloch!
Kienle, Lange und Frodeno starten am Sonntag schön bei 40 Grad in und um Frankfurt.

Wird übel, auch für alle Amateure..
 

Benjamin

Super Lee McCulloch!
Frodo unter8, Kienle Zweiter, Lange mit Pech und gebrauchtem Tag.

Die führende Frau ist nen Kilometer vorm Ziel umgekippt, war aber auch echt hart.

Bin mal auf Kona gespannt, Frodeno ist offensichtlich wieder in Megaform, wird schwer für die anderen.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Bei den Männern dominieren ohnehin schon seit Jahren Deutsche beim Ironman auf Hawaii.
Jetzt gab es erstmals gleichzeitig einen deutschen Sieg bei Männern wie bei Frauen.
Jan Frodeno wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit neuem Streckenrekord von 7:51:13. Der bisherige Streckenrekord war im vorigen Jahr von Patrick Lange aufgestellt worden.
Der dieses Mal vorzeitig aufgeben musste, angeblich Fiebergeplagt.
Tim O'Donnell landete auf Platz 2, Sebastian Kienle auf 3.

Frodeno ist damit auch der erste Deutsche, welcher 3 mal auf Hawaii gewann.
Für einen 38-jährigen und nach seinen Verletzungen sind solche Leistungen wie vom anderen Stern bemerkenswert.

Bei Frauen war vor allem die Marathonleistung von Anne Haug ebenso bemerkenswert. Nach der Radstrecke hatte sie 8 Minuten Rückstand auf Lucy Charles. Am Ende mehr als 6 Minuten Vorsprung.
Die Siegerin der letzten 4 Jahre Daniela Ryf brach total ein und kam erst mit über 1 Stunde Rückstand ins Ziel. Was immer noch zu Platz 13 reichte.
 

Fresh Prince

Sportdirektor der FFL NM
Teammitglied
ich habe tatsächlich bis zum Zieleinlauf von Anne Haug ausgehalten ... sie hat der Zweiten 13 Minuten auf der Laufstrecke abgenommen.

Frodeno war wie eine Maschine ... dabei hat er sich beim Wechsel von Radfahren zum Laufen in der Wechselzone mächtig Zeit gelassen und auf den Zweiten über eine Minute verloren ... er war aber der einzige, der sich komplett umgezogen hat

schade das Lange auf der Radstrecke aufgeben musste ... bei seiner Stärke beim Laufen wäre es bestimmt nich eine gute Platzierung geworden
 

der beste

Gesperrt - "Fanlager-Auszeit"
ja, nett.
irgendein Sportler hatte mal gesagt, die Triathleten sind unfitte, übergewichtige Kerle.
wer war das noch?

na ja.
es ist schon so, dass der Triathlon eine nette Ausweichmöglichkeit für die Europäer ist.
der Afrikaner, der 30 Kilo weniger hat, läuft dann halt den Marathon.

irgendwo muss man eine Grenze ziehen, was überhaupt noch sinnvoll ist und wo überhaupt noch Konkurrenz da ist.
Die Deutschen haben sich die Nische Triathlon gesucht und sie voll besetzt.

:Wehe:
 

Fresh Prince

Sportdirektor der FFL NM
Teammitglied
ja, nett.
irgendein Sportler hatte mal gesagt, die Triathleten sind unfitte, übergewichtige Kerle.
wer war das noch?

na ja.
es ist schon so, dass der Triathlon eine nette Ausweichmöglichkeit für die Europäer ist.
der Afrikaner, der 30 Kilo weniger hat, läuft dann halt den Marathon.

irgendwo muss man eine Grenze ziehen, was überhaupt noch sinnvoll ist und wo überhaupt noch Konkurrenz da ist.
Die Deutschen haben sich die Nische Triathlon gesucht und sie voll besetzt.

:Wehe:

finde ich jetzt recht überspitzt
 

Benjamin

Super Lee McCulloch!
Frankfurt, Nizza und Hawaii sind für Lange miserabel gelaufen, mal schauen wie das weitergeht. Dass sein Trainer die rechtzeitigere Beantragung seines Visums verpasst hat ist irgendwie auch nicht sehr professionell.
 
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