Tylor Hamilton gedopt?!

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mimi0815

unausgeschlafen
Zeitung: Rad-Olympisieger Hamilton gedopt
Dienstag, 21. September 2004, 10.11 Uhr
US-Radprofi Tyler Hamilton, Olympiasieger von Athen im Zeitfahren, ist nach einem Bericht der angesehenen französischen Sport-Tageszeitung L'Equipe positiv getestet worden. Demnach fiel der Kapitän des Schweizer Rennstalls Phonak bei einer Dopingkontrolle nach seinem Erfolg in seiner Spezialdisziplin am 11. September auf der 8. Etappe der Spanien-Rundfahrt auf. Laut L'Equipe hat der ärztliche Betreuer von Phonak die positive Dopingprobe bestätigt.
bild.de

:frown: :frown:
Auch wenns utopisch ist zu glauben einer wär sauber...
 

arter

Finisher
wenn einer "sauber" sein soll dann war Hamilton aber von vornherein nicht der Spitzenkandidat für diesen Titel, auch wenn er in der Öffentlichkeit als Saubermann rüberkam.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Und wenn ein gewisser L.A. der vermeintlich Erwischte wäre, dann hätte dieser Thread schon mindestens 4 Seiten :floet:

Mich wundert höchstens, wenn sich Stars erwischen lassen. Nicht aber, das sie ein wenig nachgeholfen haben....
 

regelbert

Der, wo ebbes woiß
Angeblich eine Transfusion - wohl EPO! :hammer:
Das würde wohl bedeuten, dass man jetzt auch EPO endlich nachweisen kann - damit dürften der Hämatokritwert der Radler auch insgesamt zurückgehen :spitze:

Gleiches gilt natürlich auch für andere Ausdauersportler :suspekt:
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
interessant war heute bei der Vuelta-Übertragung bei Eurosport das Rumgeeiere von Klöden und Heppner beim Thema Doping :floet: die Solidarität unter den Fahrern scheint bei diesem Thema doch sehr stark zu sein :suspekt:
 

Ibrox

Torwächter
derMoralapostel schrieb:
interessant war heute bei der Vuelta-Übertragung bei Eurosport das Rumgeeiere von Klöden und Heppner beim Thema Doping :floet: die Solidarität unter den Fahrern scheint bei diesem Thema doch sehr stark zu sein :suspekt:

Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus! Wenn da nur einer anfängt zu singen, wird in kürzester Zeit ne Oper draus!
 

gary

Bekanntes Mitglied
Etwas dubios an der Hamilton Geschichte ist, das seine Dopingprobe schon in Athen auffällig gewesen sein soll, aber nicht genauer geprüft wurde.
Bei einer Nachuntersuchung wurde die Athen-Probe jetzt auch positiv getestet:



Köln (rpo). In der Dopingaffäre um Rad-Olympiasieger Tyler Hamilton hat sich jetzt ein Experte zu Wort gemeldet und die Vorgehensweise der Medizinischen Kommission des IOC kritisiert. Der Kölner Dopingfahnder Prof. Wilhelm Schänzer nannte den Fall des US-Amerikaners "nicht logisch". "Wenn es in Athen bereits Auffälligkeiten gegeben hat, hätte dies vor Ort endgültig geklärt werden müssen. Das kann ich nicht nachvollziehen", sagte der Leiter des Instituts für Biochemie in Köln.
Der Radprofi Hamilton vom Schweizer Phonak-Team war bei der laufenden Spanien-Rundfahrt in der A-Probe als erster Sportler überhaupt positiv auf Doping mit Fremdblut getestet worden. Daraufhin wurde nachträglich dessen Probe von Olympia in Athen nochmals untersucht, mit dem Ergebnis: positiv. In dem Dopingtest nach Hamiltons Triumph im Zeitfahren waren zwar bereits Unregelmäßigkeiten festgestellt worden, die Angelegenheit wurde jedoch nicht weiter verfolgt. Am Dienstag platzte dann die Bombe.

Kein Zweifel am neuen Testverfahren

Keinen Zweifel hat Wilhelm Schänzer an dem neuen Testverfahren. "Es ist vor den Olympischen Spielen noch einmal in einer groß angelegten Aktion getestet und dann eingeführt worden", sagte der Professor, der nur eine Erklärung hat: "Vielleicht haben die Ergebnisse der Analyse der Medizinischen Kommission des IOC nicht ausgereicht." Patrick Schamasch, der Leiter dieser Kommission, war nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen mit der Begründung, dass man sich zu laufenden Verfahren nicht äußere.
.....
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
die Verwirrung geht weiter bzw. wird noch größer:

die B-Probe der in Athen genommenen Probe war negativ, aber die B-Probe der bei der Vuelta genommenen Probe war wie die entsprechende A-Probe positiv. :nachdenk: :suspekt: :hammer:

im übrigen wurde er vom Team Phonak bis zum endgültigen Ergebnis suspendiert.

edit: als obs nicht so schon verwirrend genug wäre

Nachdem sich der Verdacht auf Blutdoping bei seinem Olympiasieg in Athen sich nicht bestätigt hatte, darf Radprofi Tyler Hamilton die Goldmedaille behalten. Das erklärte das IOC. Eine Sperre droht ihm jedoch trotzdem, denn Hamiltons B-Probe von der Vuelta erhärtete den Dopingverdacht.



Lausanne - "Zeitfahrolympiasieger Tyler Hamilton ist von jeglichem Dopingverdacht während der Olympischen Spiele in Athen frei gesprochen worden", hieß es in der Erklärung des Internationalen Olympischen Komitees am Abend. Wie das IOC weiter erklärte, müsse die am Mittwoch vorgenommene B-Probe als ergebnislos betrachtet werden, da nicht genug rote Blutkörperchen für die Analyse vorhanden gewesen seien. Die Gegenprobe stelle die Sorgfalt beim Labortest der A-Probe am 19. August in Athen aber keinesfalls in Frage. Radprofi Hamilton hatte am am 18. August Gold im Zeitfahren erkämpft.

Nachdem das IOC seine Ermittlungen eingestellt hat, steht fest, dass der Amerikaner seine Goldmedaille behalten darf. Die A-Probe eines auffälligen Tests direkt nach dem Zeitfahrerfolg hatte noch den Verdacht genährt, Hamilton habe mit Hilfe von Bluttransfusionen während der Olympischen Spiele betrogen.

Da aber die Gegenanalyse der bei der Spanien-Rundfahrt (8. Etappe am 11. September) vorgenommenen Kontrolle das Resultat der A-Probe - und damit den Verdacht auf Blutdoping - bestätigt hatte, droht dem suspendierten Ex-Phonak-Kapitän weiterhin eine Sperre durch den Internationalen Radsport-Verband UCI.

Hamilton beteuerte in einer Erklärung erneut, sich keines Fehlers bewusst zu sein. "Ich bin zu 100 Prozent unschuldig", erklärte der 33-Jährige, bezog sich dabei aber ausdrücklich nur auf das olympische Zeitfahren ("Diese Goldmedaille lasse ich mir nicht nehmen"), nicht aber auf die Vuelta.

Die Phonak-Verantwortlichen kündigten gleichzeitig die Bildung eines Gremiums von Wissenschaftlern an, das sich mit dem neu entwickelten Blutdoping-Nachweisverfahren intensiv befassen soll. Das Ziel lautet, weitere Klarheit über die von Australiern entwickelte Test-Methode zu schaffen, die Hamilton zum Verhängnis wurde. Trotz seiner Suspendierung bleibt Hamilton mit Phonak verbunden. Er versicherte, das firmeneigene Wissenschaftler-Gremium unterstützen zu wollen.
 

regelbert

Der, wo ebbes woiß
IOC hat die Ermittlungen eingestellt. Damit behält er Gold im Zeitfahren.

Nach einer Pause werden wir ihn wohl wieder als Hoffnungsträger von Phonak sehen.
 
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