VfB 2023/24: Champions League wir kommen!

Iwan Lokomofeilowitsch

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Gerne wieder Relegation, um die Pieseligen zu Pülpe zu drechseln. Im Vergleich zur Zitterpartie der Gurkenhertha im letzten Jahr war das ein glatter Durchschlag.
 

borible

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Müller wohl als zweiter Torwart zu Freiburg. Coulibaly wird nicht verlängert.

offen die Zukunft von Sosa, mavropanos, Ito, endo. wäre äusserst schade, auch nur einen von denen zu verlieren. am ehesten (wenn die Börse stimmt) würde ich aus dem Quartett Sosa abgeben.

Gerüchte um zugänge vom Hüter vom Sandhaufen bzw. von den öschi-redbulls der in der Jugend schonmal bei uns war. kann ich mir beides nicht wirklich vorstellen.
 

Iwan Lokomofeilowitsch

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Wenn dir so viel daran liegt, dann kann das gerne deine Borussia übernehmen!? Dann findest du die Meistaschaft evtl auch wieder spannend :fress:
Das geht nicht. Gladbach legt gegen Fallobst unvorstellbar grottenschlechte Auftritte hin und würde die Pieseligen wahrscheinlich durchlassen. Das darf unter gar keinen Umständen geschehen.
 

borible

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VfB Stuttgart Gerade noch mal gut gegangen – diese Fehler darf der VfB nicht wiederholen

Dirk Preiß 06.06.2023 - 06:00 Uhr

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Der VfB Stuttgart hat den vierten Abstieg nach 1975, 2016 und 2019 in der Relegation doch noch vermeiden können. Ein Blick auf die Saison und darüber hinaus aber zeigt: Es sind grobe Fehler gemacht worden – die sich nicht wiederholen dürfen.

Aus. Vorbei. Ende. Und gerade noch einmal gut gegangen. Im vergangenen Jahr war’s der letzte Spieltag, diesmal sogar die Relegation gegen den Hamburger SV (Liveticker zum Nachlesen) – mit dem gleichen Ergebnis: Der VfB Stuttgart hat sich ganz knapp vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga retten können. Immerhin: Das Schreckensszenario eines vierten Absturzes nach 1975, 2016 und 2019 ist damit abgewendet.

Dennoch bleibt festzuhalten: Der VfB hat eine in großen Teilen verkorkste Spielzeit hinter sich. Einen Alleinschuldigen für die Misere? Gibt es nicht. Vielmehr führte eine Reihe von Fehlern mehrerer Personen zu den Schwierigkeiten, die beinahe zum Absturz geführt haben. Immerhin: Durch das positive Ende der Saison hat der Club erneut die Möglichkeit die Lehren zu ziehen und muss nicht den wirtschaftlich wie sportlich viel schwierigeren Neuaufbau in der zweiten Liga meistern.

Die neue Runde wird dennoch zur Herausforderung. Und es schadet nicht, sich zunächst vor Augen zu führen, was die Hauptgründe für die massiven Probleme in dieser Saison waren. Und diese sieben Fehler dann nicht zu wiederholen.

Punkt 1: die verpuffte Analyse

Noch im Freudentaumel der geglückten Rettung am 14. Mai 2022 schworen sich die damals Beteiligten: Wir lassen uns nicht blenden, sondern analysieren knallhart und schonungslos die Saison 2021/2022. Also steckten Alexander Wehrle (Vorstandsvorsitzender und Sportvorstand), Sven Mislintat (damals Sportdirektor) und Pellegrino Matarazzo (damals Cheftrainer) tagelang die Köpfe zusammen. Heraus kamen viele gute Vorsätze – mehr aber auch nicht. Die Analyse lief – wie der emotionale Push nach der Last-Minute-Rettung – komplett ins Leere. In der Planung, aber auch auf dem Trainingsplatz und auf dem Spielfeld.

Im Kader wurden Schwachstellen nicht ausgemerzt (zweiter starker Stürmer, Torhüter). Die Laufleistung war auch zu Beginn der neuen Saison fast durchgängig schwächer als die des jeweiligen Gegners. Und von der geforderten „Gier“ (Matarazzo), auch nicht einen einzigen Punkt fahrlässig liegenzulassen, war nix zu sehen. Schon an Spieltag zwei verschenkte der VfB eine 2:1-Führung in Bremen in der Nachspielzeit. Es war der Anfang vom Ende der Ära Matarazzo, der nach neun Partien ohne Sieg am 10. Oktober gehen musste. Nun haben sich Wehrle und der neue Sportdirektor Fabian Wohlgemuth erneut eine ehrliche Analyse vorgenommen – sie sollte nicht wieder verpuffen.

Punkt 2: die stete Abhängigkeit von Transfererlösen

Corona, Inflation und Energiekrise setzten fast allen Proficlubs wirtschaftlich zu, der VfB muss Hilfskredite abbezahlen und zusätzlich den Stadionumbau stemmen. Wie gut hätte da in den vergangenen Monaten eine weitere externe Finanzspritze getan. Doch von einem Investor, der neben der Mercedes-Benz Group (11,75 Prozent der Anteile) und Jako (1,16) in die VfB AG einsteigt, ist auch unter der neuen Führung weit und breit nichts zu sehen.

Der Vorstandschef Alexander Wehrle berichtet wie seine Vorgänger regelmäßig von guten Gesprächen, nicht aber von einem Abschluss. Und das von Präsident Claus Vogt einst skizzierte Mittelstandsbündnis entpuppte sich als verbales Luftschloss. So war und ist der VfB weiter massiv von Transfererlösen abhängig. Nachdem im Sommer – wie in den Vorjahren – ein deutliches Plus erwirtschaftet werden musste, wiederholte sich das Prozedere nun in der Winterpause. Naouirou Ahamada musste aus rein wirtschaftlichen Gründen abgegeben werden, dabei hätte das Team eher echte Verstärkungen dringend nötig gehabt. Durch die Rettung ist zwar auch der wirtschaftliche Worst Case abgewendet, doch auch in der kommenden Transferperiode muss der VfB wieder mehr einnehmen, als er ausgeben kann. Die Besten werden gehen. Und es gilt, diesen Zustand so schnell wie möglich zu verändern, um die Mannschaft nachhaltig entwickeln zu können.

Punkt 3: der Umgang mit der Personalie Mislintat

Schon im Sommer deutete sich an, dass die beiden die Hauptrollen in einem Streifen wie „Zwei wie Pech und Schwefel“ nicht bekommen würden. Als es erstmals um die Terminfrage zwecks Vertragsverhandlungen ging, schoben sich Alexander Wehrle und Sven Mislintat den Schwarzen Peter gegenseitig zu für das Nichtzustandekommen. Dann formulierte Vorstandschef Wehrle, die Gespräche würden nach dem Ende der Transferperiode beginnen. Als dieser Zeitpunkt gekommen war, präsentierte er aber lieber flugs zwei sportliche Berater (Sami Khedira, Philipp Lahm) und einen künftigen Leiter Lizenzspieler (Christian Gentner) – ohne seinen Sportdirektor ausführlich informiert zu haben.

Der Präsident und AG-Aufsichtsratschef Claus Vogt trug dieses Vorgehen mit und war selbst Teil einer skurrilen Pressekonferenz. Was folgte, war eine unwürdige Hängepartie, die den ganzen Club wochenlang nervte und lähmte. Und die einen Ausgang nahm, den ohnehin alle vorhergesehen hatten. In Sven Mislintat ging Ende November 2022 das für viele Fans sympathische Gesicht des Vereins – was mitten in der Saison viel des bis dato Gültigen infrage stellte. Im Gegensatz zu früheren Disputen innerhalb des Vereins war der Sportbereich direkt betroffen. Klar ist: Solche Szenarien darf sich gerade ein emotional aufgeladener Club wieder VfB nicht wieder leisten. Es braucht klare Entscheidungen stets mit der für den Club besten Lösung als Ziel – kein Taktieren aus persönlichen Motiven.

Punkt 4: die stotternde Trainersuche

Die Probleme von Wehrles Neuaufstellung im Sportbereich der AG wurden schnell offenbar – nach der zu diesem Zeitpunkt nachvollziehbaren Entlassung von Pellegrino Matarazzo. Zunächst schien Sven Mislintat alles andere als gut vorbereitet auf die plötzliche Vakanz, obwohl diese sich abgezeichnet hatte. Dann konnten sich alle an der Thematik Beteiligten nicht auf eine Nachfolgelösung einigen. Ausgerechnet nach dem 0:5 in Dortmund bekam der Interimscoach Michael Wimmer dann die Chef-Chance bis zur WM-Pause und war für Mislintat plötzlich der Favorit. Während Wimmer mit dem VfB-Team und Mislintat in die USA reiste, arbeitete man in Stuttgart jedoch ohne den Sportdirektor am Alternativplan mit Bruno Labbadia. Der wurde umgesetzt, nachdem die Trennung von Mislintat beschlossen und vollzogen war. Auch hier: ein alles in allem unwürdiges Spiel, das sich so nicht wiederholen darf.

Es braucht klare Entscheidungswege und Verantwortlichkeiten, wie derartige Situationen vorbereitet und dann auch abgearbeitet und umgesetzt werden. Und für alle verbindliche Kriterien, anhand derer Trainerkandidaten für den VfB identifiziert werden. Womöglich sind dafür auch Korrekturen an den Strukturen im sportlichen Bereich notwendig.

Punkt 5: die Idee Bruno Labbadia

Die VfB-Spieler reisten in den Urlaub oder zur WM, da hieß ihr Trainer Michael Wimmer und ihr Sportdirektor Sven Mislintat. Der hatte das Gros der Spieler auch einst nach Stuttgart gelotst. Das Team hatte durch vier Siege in sieben Pflichtspielen gerade neuen Mut geschöpft und die Gruppe wirkte auch in den Tagen von Austin in sich stimmig. Als die Profis dann zurückkamen nach Stuttgart, empfing sie nicht nur der neue Sportdirektor Fabian Wohlgemuth, sondern auch der neue Cheftrainer Bruno Labbadia – der gleich mal Laufeinheiten um halb acht morgens und später ein fast zweiwöchiges Trainingslager ansetzte. Zudem wurde öffentlich wieder und wieder die Qualität des Kaders infrage gestellt.

Die konditionellen Grundlagen zu stärken war sicher kein Fehler, doch fanden Team und Trainer nie zusammen. Labbadia zog stur sein System durch, obwohl offenkundig Spieler auf Positionen eingesetzt wurden, auf denen sie ihre Stärken nicht zu hundert Prozent einbringen konnten. Der Glaube an einen Erfolg in dieser Konstellation schwand immer mehr – folgerichtig war die Trennung nach nur sechs Punkten aus elf Spielen. Die Idee von Alexander Wehrle, die Methoden des routinierten Feuerwehrmannes würden es schon richten, entpuppte sich als kapitale Fehleinschätzung. Und auch wenn dieses Kapitel den VfB nicht in den Ruin treiben wird – es kostete wertvolle Zeit im Kampf gegen den Absturz.

In Sebastian Hoeneß hat der Club am Ende doch noch einen Trainer gefunden, der wieder zur Mannschaft und deren Qualitäten passt. Jetzt gilt es dieses Zusammenspiel mit einer klugen Personalplanung zu verfeinern.

Punkt 6: die Unruhe im ganzen Club

Logisch: Die meisten Fußballprofis interessieren die Themen des Präsidiums oder des Vereinsbeirats so sehr wie der Wetterbericht für die Antarktis. Wird in diesen Gremien auch mal kontrovers diskutiert, darf sie das also nicht davon abhalten, Leistung zu bringen. Wer allerdings denkt, die Geschehnisse innerhalb eines Fußballvereins (samt ausgegliederter AG) seien für den sportlichen Erfolg komplett unerheblich, der irrt. Wer stets Gemeinschaftssinn, den Glauben an ein gemeinsames Ziel und die teamorientierte Zusammenarbeit mit dem eigenen Ich im Hintergrund einfordert, muss all das auch vorleben. Beim VfB aber passiert seit Monaten das Gegenteil. Sowohl im Präsidium als auch im Vereinsbeirat und im Aufsichtsrat der AG herrscht keine Einigkeit. Generell ist in den Gremien von Club und AG sowie auf der Geschäftsstelle nur noch jeder froh, nicht die Probleme des jeweils anderen zu haben.

Entsprechend uneinheitlich präsentiert sich das Gesamtkonstrukt VfB, öffentliche Verlautbarungen oder Auftritte von Führungsfiguren sorgen regelmäßig für Kopfschütteln und werfen mehr Fragen auf, als dass sie beantworten. Präsident Claus Vogt hat es nicht geschafft, Ruhe in den Verein zu bringen und alle argumentativ und durch Führungskraft hinter einer gemeinsamen Linie zu versammeln. Da auch Alexander Wehrle als AG-Chef auf mindestens unglückliche Entscheidungen und Auftritte zurückblickt, wirkt der ganze VfB insgesamt führungsschwach. Allein die sportliche Rettung wird diese Probleme nicht lösen. Der Club braucht eine neue Kultur.

Punkt 7: das Versagen in sportlichen Schlüsselmomenten

Die Bundesligamannschaft des VfB nur als Opfer der Umstände darzustellen, wäre der falsche Ansatz. Das Team hatte lange vor der Relegation genug Möglichkeiten, die Saison aus eigener Kraft in die richtige Richtung zu lenken, den Kontrahenten das Leben schwer zu machen und sich selbst einen sorgenfreien Schlussspurt zu schaffen. Doch war Leistungskonstanz in dieser Mannschaft lange ein Fremdwort – am Ende leitet sich daraus auch eine Qualitäts- und Charakterfrage ab. Allein in der Rückrunde hätte der VfB sich in den Spielen gegen Werder Bremen (0:2), beim FC Schalke 04 (1:2), in Augsburg (1:1) und bei Hertha BSC (1:2) selbst voranbringen und die Gegner bedeutsam treffen können.

Doch mit Ausnahme der Partie beim VfL Bochum (3:2) ließ man diese Chancen fahrlässig liegen. Pech kam einzig dazu, als der Topstürmer Serhou Guirassy wochenlang verletzt ausfiel. Der Kader taugte sicher nicht für einen Siegeszug durch die Liga, mit mehr Konsequenz und Konstanz hätte sich das Team aber mit einem Sicherheitsabstand zu den Abstiegsrängen durch die Saison bewegen können. Dafür hätte es an vielen Stellen mehr Biss gebraucht, sich vom Toptalent auch zum Topspieler entwickeln zu wollen. Oder fehlerfreie Wochen von teils hoch bezahlten Stammkräften. An der sportlichen Führung ist es jetzt, den Kader genau zu analysieren und Korrekturen vorzunehmen. Leicht wird das nicht – der Club muss einerseits Geld einnehmen, andererseits haben fast alle Kaderspieler einen über diese Saison hinaus gültigen Vertrag.
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Müller wohl als zweiter Torwart zu Freiburg. Coulibaly wird nicht verlängert.

offen die Zukunft von Sosa, mavropanos, Ito, endo. wäre äusserst schade, auch nur einen von denen zu verlieren. am ehesten (wenn die Börse stimmt) würde ich aus dem Quartett Sosa abgeben.

Gerüchte um zugänge vom Hüter vom Sandhaufen bzw. von den öschi-redbulls der in der Jugend schonmal bei uns war. kann ich mir beides nicht wirklich vorstellen.
Gibts um Sosa denn entsprechende Gerüchte? Der macht mir immer nen glücklichen Eindruck in Stuttgart. Hat m.W. auch desöfteren betont dass er nicht unbedingt aus Stuttgart weg will, solange sie erstklassig bleiben.
 

borible

Bekanntes Mitglied
Gibts um Sosa denn entsprechende Gerüchte? Der macht mir immer nen glücklichen Eindruck in Stuttgart. Hat m.W. auch desöfteren betont dass er nicht unbedingt aus Stuttgart weg will, solange sie erstklassig bleiben.
Er wollte im Winter wohl zu den Pillen, hat aber akzeptiert, dass die 10 Melonen die sie geboten haben zu wenig sind und er sich auch in Stuttgart wohl fühlt.

also: ja und nein.

Mund ich glaub er weiss auch, dass deine Defensiv-Leistungen für die ganz grossen Vereine wohl etwas zu wenig ist
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Er wollte im Winter wohl zu den Pillen, hat aber akzeptiert, dass die 10 Melonen die sie geboten haben zu wenig sind und er sich auch in Stuttgart wohl fühlt.

also: ja und nein.

Mund ich glaub er weiss auch, dass deine Defensiv-Leistungen für die ganz grossen Vereine wohl etwas zu wenig ist
Wobei der auch defensiv kann, aber dann auf Kosten der Offensive. Ähnlich wie bei Davies.
 
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