Virologe: Profifußball in Deutschland "frühestens nächstes Jahr"

Josh

Mitglied
Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit ist sich sicher, dass in Deutschland noch viele Monate keine Fußballspiele stattfinden können - auch nicht vor leeren Rängen.

Die DFL und die Profiklubs in Deutschland hoffen auf ein schnelles Ende der Fußballpause, auf Geisterspiele womöglich schon wieder ab Mai und die Chance, die Saison dann noch zu Ende zu spielen. Jonas Schmidt-Chanasit hält all diese Pläne für vollkommen unrealistisch.

"Ich gehe fest davon aus, dass das erst wieder nächstes Jahr in dem Umfang stattfinden kann", sagte der Virologe des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im NDR-"Sportclub". "Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann."

"Die Spaßveranstaltungen müssen ganz zum Schluss kommen", also auch der Fußball

Und zwar nicht einmal vor leeren Rängen. "Auch Geisterspiele würden dazu verleiten, dass die Leute sich wieder treffen wollen und das zusammen gucken wollen", erklärt Schmidt-Chanasit. "Deswegen glaube ich, dass die Entscheidung, Fußballspiele wieder stattfinden zu lassen, ganz zum Schluss erst wieder erfolgen kann. Ich glaube, da gibt es viele, viele andere Sachen, die früher zu entscheiden sind, wenn man die Schrauben überhaupt wieder lockern kann."

An erster Stelle kämen etwa Kindergärten, generell "das, was wirklich relevant ist. Die Spaßveranstaltungen", also auch der Fußball, "müssen ganz zum Schluss kommen. Gerade die, wo ein Potenzial besteht, dass sich die Leute wieder treffen wollen. Das darf man nicht unterschätzen."

"Der Fußball hat einen sehr starken Einfluss auf die Dynamik der Ausbreitung"

Man sehe "ja, wie die Situation in Europa ist und was uns noch bevorsteht. Und selbst wenn es uns nicht so schlimm treffen sollte wie Italien - das heißt, dass wir es mit diesen Maßnahmen schaffen, die Fallzahlen auf einem Niveau zu halten, das Deutschland auch verträgt, das wir auch auf den Intensivstationen behandeln können -, heißt das ja noch lange nicht, dass der Fußball wieder anfangen darf. Weil das natürlich wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen würde."

"Frühestens nächstes Jahr" rechnet Schmidt-Chanasit deshalb wieder mit Profifußball in Deutschland. Denn "der Fußball hat einen sehr starken Einfluss auf die Dynamik der Ausbreitung" des Coronavirus.

https://www.kicker.de/772513/artike...ll_in_deutschland_fruehestens_naechstes_jahr_
 

kahnsinn

Triple find ich gut
Das deckt sich mit dem, was ich vorige Woche geschrieben habe. Alles, was in Richtung zu Ende spielen, koste es, was es wolle, halte ich für Schwachsinn.

Von daher würde ich nicht diese Saison abschließen, sondern die nächste ausfallen lassen, schließlich ist eine abgebrochene und eine nicht begonnene Saison noch mehr Quatsch. Die Rückrunde im Jahr 2020 würde somit im Jahr 2021 beendet. Wie das die Vereine verkraften, keine Ahnung, aber ich sehe da keinen Unterschied zu normalen Arbeitgebern, außer dass es im normalen Leben nicht um Millionäre geht, sondern um Menschen mit Gehältern, für die die Profis noch nicht mal aufstehen würden.
 

CarlosChiliPimmel

Bekanntes Mitglied
Das deckt sich mit dem, was ich vorige Woche geschrieben habe. Alles, was in Richtung zu Ende spielen, koste es, was es wolle, halte ich für Schwachsinn.

Von daher würde ich nicht diese Saison abschließen, sondern die nächste ausfallen lassen, schließlich ist eine abgebrochene und eine nicht begonnene Saison noch mehr Quatsch. Die Rückrunde im Jahr 2020 würde somit im Jahr 2021 beendet. Wie das die Vereine verkraften, keine Ahnung, aber ich sehe da keinen Unterschied zu normalen Arbeitgebern, außer dass es im normalen Leben nicht um Millionäre geht, sondern um Menschen mit Gehältern, für die die Profis noch nicht mal aufstehen würden.

ausnahmsweise bin ich mal einer Meinung mit dir :spitze:
 

whiteman

Becksteins erste Ehefrau
Die bieten sich in der aktuellen Situation an die EM zu übernehmen, wissend, dass dann zigtausende Infizierte in ihr Land locken (also falls die überhaupt noch reisen können/dürfen)?

Klingt ja sehr verantwortungsvoll.

Am 22.04. wird Putin per Volksabstimmung zum Zaren gekürt...! :mahnen:

Gruss
 

Bobby_

#Kurz-Und-..Reduktionist
Das deckt sich mit dem, was ich vorige Woche geschrieben habe. Alles, was in Richtung zu Ende spielen, koste es, was es wolle, halte ich für Schwachsinn.

Von daher würde ich nicht diese Saison abschließen, sondern die nächste ausfallen lassen, schließlich ist eine abgebrochene und eine nicht begonnene Saison noch mehr Quatsch. Die Rückrunde im Jahr 2020 würde somit im Jahr 2021 beendet. Wie das die Vereine verkraften, keine Ahnung, aber ich sehe da keinen Unterschied zu normalen Arbeitgebern, außer dass es im normalen Leben nicht um Millionäre geht, sondern um Menschen mit Gehältern, für die die Profis noch nicht mal aufstehen würden.


...>"Jenseits" von "(`aktuell` wohl eher ... `un-denkbaren`) Geisterspielen" ein ebenso "(mir) neuer" wie "überlegenswerter" ... "Vorschlag" - im Falle der "Möglichkeit" eines "normalen (sommerlichen)" Saisonstarts "plädierte" ich dagegen (trotz "wirtschaftlicher ... Härten"!?) für einen "Abbruch" + _("Titel-lose") HR-"(Referenz-)Wertung"_ [..."Wenigstens" ... "ein-mal ... Jeder-Gegen-Jeden" ... "gegeben"...!]...! °°

#Koane_Wiederho..Annull!erung
 

Werderforever

Bekanntes Mitglied
Wie das die Vereine verkraften, keine Ahnung, aber ich sehe da keinen Unterschied zu normalen Arbeitgebern, außer dass es im normalen Leben nicht um Millionäre geht, sondern um Menschen mit Gehältern, für die die Profis noch nicht mal aufstehen würden.

Sehe ich auch so, aber wenn man das konsequent zu Ende denkt, dann müsste es irgendwann auch Staatshilfen für Fußballvereine geben. Das ist aus meiner Sicht aber nur vermittelbar, wenn alle anderen schon vom Staat bedacht worden sind.

Kurzarbeitergeld scheidet wegen der Bemessungsgrenze aus. Das wird kein Profi akzeptieren. Ich gehe davon aus, dass z.B. die 3. Liga zumachen muss. Diese sehr wahrscheinliche lange Pause werden viele Vereine nicht überleben. Auch der ein oder andere Zweit- oder gar Erstligist wird schwer zu knabbern habe. Werder z.B. ist zwar schuldenfrei (ist aber an der hoch verschuldeten Stadionbetreibergesellschaft beteiligt), hat aber nur ein ziemlich geringes Eigenkapital. Das wird schnell eng, wenn es keinen spürbaren Gehaltsverzicht der Profis gibt.
 

StrolchoDulle

"Fanlager-Auszeit" - Gesperrt
Sehe ich auch so, aber wenn man das konsequent zu Ende denkt, dann müsste es irgendwann auch Staatshilfen für Fußballvereine geben. Das ist aus meiner Sicht aber nur vermittelbar, wenn alle anderen schon vom Staat bedacht worden sind.

Kurzarbeitergeld scheidet wegen der Bemessungsgrenze aus. Das wird kein Profi akzeptieren. Ich gehe davon aus, dass z.B. die 3. Liga zumachen muss. Diese sehr wahrscheinliche lange Pause werden viele Vereine nicht überleben. Auch der ein oder andere Zweit- oder gar Erstligist wird schwer zu knabbern habe. Werder z.B. ist zwar schuldenfrei (ist aber an der hoch verschuldeten Stadionbetreibergesellschaft beteiligt), hat aber nur ein ziemlich geringes Eigenkapital. Das wird schnell eng, wenn es keinen spürbaren Gehaltsverzicht der Profis gibt.
Ich wäre für eine gesetzliche Regelung, die es den Vereinen erlauben würden, mit dem Hinweis auf drohende Insolvenz, Gehaltszahlungen auszusetzen oder auf ein Existenzminimum zu reduzieren. Das wäre in der Wirtschaft eigentlich undenkbar, aber wir reden hier von Wahnsinnsgehältern. So liegt das durchschnittliche Gehalt eines Profis bei den Bayern bei bescheidenen 8,2 Millionen €. Und selbst bei den Billigheimern aus Baderporn liegt der Durchschnitt bei über 400.000 €.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Werder z.B. ist zwar schuldenfrei (ist aber an der hoch verschuldeten Stadionbetreibergesellschaft beteiligt), hat aber nur ein ziemlich geringes Eigenkapital. Das wird schnell eng, wenn es keinen spürbaren Gehaltsverzicht der Profis gibt.

Nicht nur der Profis. Über betriebsbedingte Kündigungen wird genau wie in vielen Unternehmen auch in etlichen Proficlubs ernsthaft nachgedacht werden müssen. Z.b. Werder gönnt sich noch einen Mitarbeiterstab von rund 180 Leuten aus erfolgreichen CL-Zeiten.

Diese Krise wird vermutlich auch die kommende Saison beeinflussen. Mit Kürzungen bei TV- und Sponsorengeldern ist zu rechnen.
Dass die "Blase" platzt wird seit Jahren oder Jahrzehnten prophezeit. Dass auf diese Weise zumindest temporär eine gewisse Erdung eintritt, hätte natürlich niemand erwartet.

In nächster Zeit werden Profis und Spielerberater erst mal deutlich kleinere Brötchen backen müssen, was grundsätzlich nicht verkehrt ist.
Dürfte aber auch nur vorübergehend so sein.
Selbst ohne Glaskugel behaupte ich, dass nach der Krise die Schere zwischen aktuell finanzstarken Clubs und solchen die auch schon vor der Krise kämpfen mussten, noch erheblich größer ausfallen wird, als zuvor.

Abgesehen davon, dass vielleicht nicht alle Proficlubs zu retten sein werden.
Durch diese Krise könnten (oder müssten?) auch Investorenmodelle gelockert werden. Ohne Investor, der entsprechend hohe Anteile am Club bekommt (da auch Investoren aktuell nichts zu verschenken haben), wird manch ein Club vielleicht zum Insolvenzfall.
Bzgl. Staatshilfen gibt es hunderte wichtigere Dinge als Profisport. Inbesondere Profisportarten, in denen das Geld für absurde Gehälter durch den Schornstein gejagt wird.
 

Werderforever

Bekanntes Mitglied
Nicht nur der Profis. Über betriebsbedingte Kündigungen wird genau wie in vielen Unternehmen auch in etlichen Proficlubs ernsthaft nachgedacht werden müssen. Z.b. Werder gönnt sich noch einen Mitarbeiterstab von rund 180 Leuten aus erfolgreichen CL-Zeiten.

Was genau hat die Frage,ob man CL spielt,mit der Zahl der Mitarbeiter zu tun? 180 sind für ein mittelständisches Fussball-Unternehmen zudem eher wenig.Einige Clubs haben die drei bis vierfache Anzahl an Angestellten.Und für die normalen Beschäftigten stellt sich die Frace nach dem Joberhalt meiner Meinung nach wie für jeden anderen auch.Warum sollen die z.B. nicht in Kurzarbeit gehen?
 

Tuxedo Mask

In the Air Tonight
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft offenbar, ab Mitte Mai den Spielbetrieb in der Bundesliga fortsetzen zu können. Dies berichtete die "Bild" am Mittwoch. Aktuell ist die Liga wegen der Corona-Krise unterbrochen, am Dienstag hatte das DFL-Präsidium empfohlen, die ursprünglich bis zum 2. April geltende Pause bis mindestens zum 30. April auszuweiten. Dem müssen nun noch die 36 Profiklubs am 31. März auf der Mitgliederversammlung zustimmen.

Eigentlich sollte die laufende Saison am 16. Mai enden, derzeit sind jedoch erst 25 von 34 Spieltagen gespielt. International soll die Saison laut Bild erst im Juli weitergeführt werden. Demnach werde die Champions League in reduzierter Form mit Viertel-und Halbfinals ohne Rückspiele zuende gebracht. Im Moment stehen zudem noch einige Achtelfinal-Rückspiele aus.
 

Bobby_

#Kurz-Und-..Reduktionist
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft offenbar, ab Mitte Mai den Spielbetrieb in der Bundesliga fortsetzen zu können. Dies berichtete die "Bild" am Mittwoch. Aktuell ist die Liga wegen der Corona-Krise unterbrochen, am Dienstag hatte das DFL-Präsidium empfohlen, die ursprünglich bis zum 2. April geltende Pause bis mindestens zum 30. April auszuweiten. Dem müssen nun noch die 36 Profiklubs am 31. März auf der Mitgliederversammlung zustimmen.

Eigentlich sollte die laufende Saison am 16. Mai enden, derzeit sind jedoch erst 25 von 34 Spieltagen gespielt. International soll die Saison laut Bild erst im Juli weitergeführt werden. Demnach werde die Champions League in reduzierter Form mit Viertel-und Halbfinals ohne Rückspiele zuende gebracht. Im Moment stehen zudem noch einige Achtelfinal-Rückspiele aus.


o_O

#AufGedeihUndV€rd€rb

°?°
 

Kerpinho

FL-Pate
Teammitglied
Kehl erwartet verrückten Bundesliga-Endspurt.

Dortmunds Lizenzspielerchef Sebastian Kehl (40) rechnet bei einem Neustart mit Überraschungen. Kehl im „kicker“: „Meine Vermutung lautet: Die Ergebnisse werden unvorhersehbarer, es wird Bewegung in die Tabelle kommen, und wir werden noch die eine oder andere Überraschung erleben. Es könnte eine verrückte Saison-End-Rallye geben.“
 

Aimar

Frauensportbeauftragter
Kehl erwartet verrückten Bundesliga-Endspurt.

Dortmunds Lizenzspielerchef Sebastian Kehl (40) rechnet bei einem Neustart mit Überraschungen. Kehl im „kicker“: „Meine Vermutung lautet: Die Ergebnisse werden unvorhersehbarer, es wird Bewegung in die Tabelle kommen, und wir werden noch die eine oder andere Überraschung erleben. Es könnte eine verrückte Saison-End-Rallye geben.“

Das verrückte ist der Saisonabbruch? :lachtot:
 
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