Was ist denn auf der BVB-HP los?!

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AIRwin

The boss keeps rockin´
BVB in trügerischer Tabellen-Position:
Jetzt erst kommen die schweren Spiele

[3.10.] Mit einer Prise Ironie umschrieb Jan Koller das Dilemma seiner Borussia. "Heute haben wir es mal mit einer schlechten Leistung versucht. Aber zum Sieg hat es trotzdem nicht gereicht", witzelte der Tscheche in feinster "Braver-Soldat-Schwejk"-Rhetorik und drückte damit das aus, was in Dortmund keiner verstehen mag: Egal, wie der BVB auch spielt, er gewinnt einfach nicht - und rutscht so langsam ab ins Niemandsland der Tabelle.


Das 2:2 (2:2) gegen den 1. FC Nürnberg war Borussias fünftes Remis in Folge und damit gleich im doppelten Sinne bemerkenswert: Es bedeutet die Einstellung des "Vereinsrekordes" aus dem Frühjahr 1991, es bedeutet aber auch, dass die Mannschaft nicht vom Fleck kommt und sich immer tiefer in eine trügerische Situation verstrickt. Der Rückstand auf einen UEFA-Pokal-Rang hat sich für den (vor den Sonntag-Spielen) Tabellen-Achten der Fußball-Bundesliga zwar nur minimal, von drei auf vier Punkte vergrößert. Doch die Abstiegszone ist weiterhin zwei Zähler entfernt. Bonjour tristesse.

Nur acht von 21 möglichen Punkten bedeuten den schlechtesten Start seit 16 Jahren. Und das bei einem als eher leicht eingestuften Auftaktprogramm mit der einzig hohen Hürde Bayern München. Bei realistischer Betrachtungsweise hätte die Mannschaft zwischen 13 und 17 Zählern einfahren müssen. Aufgrund der mit Ausnahme gegen Hannover (1:1) und jetzt Nürnberg (2:2) auch mehr als überzeugenden Leistungen sowohl zu Hause als auch auswärts wäre das Anlegen eines Polster möglich und angesichts des folgenden Programms auch nötig gewesen.


Mit dem viel beschworenen "Start einer Serie" ist nicht die Fortsetzung von jetzt acht aufeinander folgenden Pflichtspielen ohne Niederlage gemeint. Doch in den kommenden Wochen warten dicke Brocken auf den BVB: Nach der Länderspielpause geht es in 14 Tagen mit dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart weiter, dann folgt die Partie gegen Hamburg, die angesichts der Heim-Hypothek (vier sieglose Spiele zum Start gab´s noch nie) ebenso wenig ein "Selbstläufer" ist wie das Spiel gegen Leverkusen. Und auswärts tritt Borussia Dortmund dazwischen und danach bei seinen "Angstgegnern" Berlin, Bielefeld und Kaiserslautern an. Ein Programm, das es in sich hat.

"Vielleicht holen wir Punkte, die uns keiner zutraut, nachdem wir Punkte, die wir eigentlich hätten holen müssen, liegen gelassen haben", meinte Jan Koller, neben dem eingewechselten Florian Kringe der einzige Aktivposten einer Dortmunder Elf, die vor allem in der Rückwärtsbewegung einen Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten offenbarte. Zwischen der 15. und der 25. Minute ging es im Westfalenstadion zu wie in der "Villa Kunterbunt", bezeichnend der Treffer zum 0:2, als zwei Nürnberger (Mintal und Vittek) mit einer Aktion fünf Schwarzgelbe matt setzten.


Immerhin zeigte Borussia Dortmund Moral und glich durch zwei Tore von Jan Koller noch in der ersten Halbzeit zum 2:2 aus. "Da haben wir Charakter gezeigt", meinte der Doppeltorschütze, der seine erfolgreichste Saison spielt: Fünf Treffer nach sieben Runden hatte er noch nie zuvor verbucht. ZDF-Reporter Boris Büchler zur Pause: "Dortmund gewinnt noch locker 4:2." Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf beschlich eine ähnliche Ahnung: "Die Mannschaft saß niedergeschlagen in der Kabine. Ich musste sie aufbauen."

Was folgte, war jedoch eine Dortmunder Inszenierung von Plan- und Ideenlosigkeit. Abgesehen von zwei mit schnellen Pässen vorgetragenen Angriffen, als sich Dede (55.) und Rosicky (74.) bis vors Tor dribbelten, aber den letzten Pass nicht zum Mitspieler brachten, "haben wir richtig schlecht gespielt" (Koller). So schlecht, dass "wir das Spiel locker nach Hause gefahren haben" (Wolf). So schlecht, dass das Remis am Ende schmeichelhaft war für die Gastgeber.


Einer gegen vier Nürnberger: Jan Koller war häufig auf sich allein gestellt.
Sportmanager Michael Zorc: "Zwei Mal konnten wir auf der Linie retten, und Mintal hat eine weitere Chance nicht genutzt. Es war ein glücklicher Punkt, weil wir nicht die Leistung gezeigt haben, die nötig war, um dieses Spiel zu gewinnen." Rätselhaft, warum die Mannschaft nicht nachsetzte und den Druck aufbaute, der nötig ist, um einen Gegner zu Fehlern zu zwingen. "Uns hat die Power gefehlt", gab Dede zu.

Und so kommentierte Bert van Marwijk mit dem gleichen Gefühl wie sonst auch, aber aus einer ganz anderen Warte, die verlorenen Heim-Zähler Nummer acht und neun: "Bislang war ich enttäuscht, weil wir trotz spielerisch überzeugender Leistung die drei Punkte nicht geholt haben. Jetzt bin ich auch enttäuscht, aber auf eine andere Weise: Vieles war nicht gut bei uns."
Boris Rupert


Ist das ein Bericht von dem Boris Rupert der für gewöhnlich NieMeier-Interviews die Antworten schon sauber formuliert vorgibt?

Ich bin schier entsetzt über soviel Realismus. Da wird eine Klage nicht lange auf sich warten lassen... :024:
So darf man mit dem Premium-Produkt "Borussia Dortmund" nicht umspringen! :old:
 

Teddy

Huck Finn
Da ist ja ansatzweise sogar Kritik rauszuhören! :suspekt:

Mal ganz was Neues! Sowas kannte man ja bislang gar nicht...
 

Kurz-de-Borussia

Dortmunder.
und damits kritisch bleibt:

BVB-Stellungnahme zu Spiegel-Bericht

[3.10.] Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" beschäftigt sich in seiner Ausgabe vom morgigen Montag, 4. Oktober, mit der wirtschaftlichen Situation von Borussia Dortmund. Zu dem Bericht nimmt der BVB Stellung.

1. Es hat keinen Kredit des Ausrüsters Nike an Borussia Dortmund gegeben Zahlungen von Nike an Borussia Dortmund erfolgten auf der Grundlage der mit Nike getroffenen Ausrüstervergütung für die Saison 2004/05. Die vom "Spiegel" hergestellte Verbindung zu einem möglichen Transfer Mark van Bommel ist falsch.

2. Den vom "Spiegel" genannten Zahlungseingang bei der Dresdner Bank Anfang September hat es nicht gegeben. Die von Bayern München im Sommer an Borussia Dortmund gezahlte Leistung ist in Verbindung mit dem Transfer des Nationalspielers Torsten Frings von Dortmund nach München zu sehen. Jeglicher Zusammenhang mit bei Borussia Dortmund anstehenden Gehaltszahlungen ist falsch.


natürlich. Alles falsch, alles an den Haaren herbeigezogen!!! Diese Medien-Hetze ist wirklich nicht mehr schön. Was erlaubt sich die Presse da mal wieder? Wieso hat es die deutsche Presse immer nur auf uns abgesehen? :gaehn:
 
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