Wie wichtig ist ein Trainer?

Wie wichtig sind Trainer im Profifußball?

  • Ein Trainer hält nur die Spieler fit und muss sich für 11 entscheiden.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Trainer sind die Meistüberschätzten Figuren im Profifussbal....

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    16

RomeoJ

Aufsteiger
Hallo zusammen!
Da im Rheinland mit Köln und Gladbach gleich zwei (anstrengende) Trainerposten zu besetzen sind und die Spekulationen kein Ende nehmen, habe ich mir mal die Frage gestellt wieviel ein guter (und meist teurer) Trainer eigentlich bringt?

Ist diese Position im Profifußball überschätzt oder ist ein guter (was ist eigentlich ein "guter"?) Trainer bei einem Bundesligisten ein Muss?

Wäre ein FC Chelsea gegenwärtig auch so dominierend ohne Mourinho?
Wäre Bayern auch mit einem 08/15 Trainer erfolgreich oder ggf.sogar noch erfolgreicher?
Wäre Gladbach ohne Advokaat nicht so tief im unten?
Was ist die Wirkung eines Trainerwechsel?
Oder wie wichtig ist das Mediale Erscheinen von Trainern wie Mourinho oder Neururer?

Mich würde mal eure Meinung zum Thema "Trainer" interessieren!
:hand:
 

Waschbaerbauch

Kapitän Team Franziskaner
ein trainer ist deshalb so wichtig, weil er durch sein training und seine taktik viel kaputt machen kann...

er kann aus einer mannschaft dauerhaft nicht mehr rausholen wie drinsteckt, aber im umgekehrten fall kann man dauerhaft eine gute mannschaft durch falsches trainieren und aufstellen erheblich schwächen...
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Taktik ist im modernen Fußball wichtiger als früher.
Von daher sind Trainer auch immer wichtiger.
Chelsea wäre ohne Mourinho nicht so erfolgreich,Bayern hat einen 08/15 Trainer :zwinker3: und Gladbach ohne Advocaat schon so gut wie gesichert! :zwinker3:
 

Sandmann

Europas Thron!!!
Der Trainer muss Psychologoe und Motivator sein, alles andere (Fitness etc.) ist Pillepalle, das kann den Spielern jeder beibringen...
 

Waschbaerbauch

Kapitän Team Franziskaner
SandmannKO schrieb:
Der Trainer muss Psychologoe und Motivator sein
das hab ich extra nicht geschrieben...

wenn er ein scheiß training macht, wodurch sich spieler ständig verletzen.. völlig falsch spielen lässt etc, dann bringt alles... auch wenn er noch so toll motiviert...

diese motivationssache mag kurzfristig helfen... aber langfristig kann man noch so toll mental vorbereitet sein... wenn man ent spielen kann, dann kann mans halt net
 

RomeoJ

Aufsteiger
SandmannKO schrieb:
Der Trainer muss Psychologoe und Motivator sein, alles andere (Fitness etc.) ist Pillepalle, das kann den Spielern jeder beibringen...

nehmen wir als beispiel hitzfeld: ohne frage ein super trainer, aber wie ein motivationskünstler kommt der mir nit vor
 

Balla

Spielmacher
RomeoJ schrieb:
Wäre ein FC Chelsea gegenwärtig auch so dominierend ohne Mourinho?
Wäre Bayern auch mit einem 08/15 Trainer erfolgreich oder ggf.sogar noch erfolgreicher?
Wäre Gladbach ohne Advokaat nicht so tief im unten?
Was ist die Wirkung eines Trainerwechsel?
Oder wie wichtig ist das Mediale Erscheinen von Trainern wie Mourinho oder Neururer?

Mich würde mal eure Meinung zum Thema "Trainer" interessieren!
:hand:

1. Nein
2. Bayern wäre mit einem besseren Trainer noch erfolgreicher.
3. Ja
4. Beispiele: HSV, Schalke
5. Wichtig, aber bringt nicht immer was.

Der Trainerposten ist der wichtigste von allen, ein sehr guter Trainer und ein guter Manager und man hat Erfolg. Hitzfeld ist auch so ein Erfolgsgarant, er hat den BVB und den FCB vom guten Bundesligaverein (damals) zu einem Topverein geformt.
Alleine in der Champions League sieht man, daß es nicht vom Namen des Vereins abhängig ist, sondern vom Format des Trainers:
Liverpool - Benitez, hat schon in Valencia gezeigt was er kann.
Milan - Ancelotti ist ein Toptrainer, er ist ja auch schon länger beim AC
Chelsea - Mourinho hat schon bei Porto gezeigt, daß er einer der Besten ist.
PSV - Hiddink ist ein Toptrainer, bei Holland und Südkorea hat er gezeigt was er mit seinen Mannschaften vollbringen kann und jetzt mit dem PSV einfach großartig.
 

Baldrick

Póg mo thóin
Waschbaerbauch schrieb:
das hab ich extra nicht geschrieben...

wenn er ein scheiß training macht, wodurch sich spieler ständig verletzen.. völlig falsch spielen lässt etc, dann bringt alles... auch wenn er noch so toll motiviert...

diese motivationssache mag kurzfristig helfen... aber langfristig kann man noch so toll mental vorbereitet sein... wenn man ent spielen kann, dann kann mans halt net
Ich denke ein guter Trainer braucht beide Fähigkeiten, wobei er gerade die Trainingsarbeit durchaus an andere delegieren kann. Das ist mit der Motivation nicht so leicht. Und diesen Aspekt sollte man nicht zu gering veranschlagen, denn das Selbstvertrauen gibt Mannschaften zumeist den gewissen Kick. Ein Spieler kann noch so begabt sein, wenn er psychisch nicht auf der Höhe ist, wird er nie sein Potential abrufen können.

Im übrigen ist heute im Independent ein interessanter Auszug aus einem Vortrag Mourinhos zu seiner Arbeit und seiner Philosophie. Einige Interessante Aspekte:

http://sport.independent.co.uk/football/chelsea/story.jsp?story=632175
 

RomeoJ

Aufsteiger
Baldrick schrieb:
Im übrigen ist heute im Independent ein interessanter Auszug aus einem Vortrag Mourinhos zu seiner Arbeit und seiner Philosophie. Einige Interessante Aspekte:

http://sport.independent.co.uk/football/chelsea/story.jsp?story=632175

"(...)Many clubs do fitness work separately, sending players for 45 minutes with a fitness coach, but I don't believe in this. There are exercises that can improve your physical qualities using the ball. I make the players play a simple, small-sided game of football, but they can only cross the half-way line if they are sprinting. Players don't enjoy working without the ball, so why take it away from them?(...)"


Dieser Kommentar von Mourinho stellt nun aber z.B. die Trainerphilosophie eines Klinsmanns in Frage. Dieser vertraut darauf alle Teilgebiete zu seperieren (Beispiel: Amerikanischer Fitnesstrainer, Teammanager, Jugenscout etc.). Klinsmann hat trotzdem einen (relativ) großen Erfolg und einen großen Rückhalt von allen Seiten....

"(...)The most important part of success is building a team. When I go into any club the first thing to do is build the organisation. I do not believe in copies, I do not believe in using something from the past. I tell people who want to learn from me that there's no use for copies.(...)"

Diesen Kommentar von Mourinho finde ich mehr als fragwürdig...gerade durch die Erfahrungen der Vergangenheit lassen sich doch viele Fehler vermeiden!Warum also auf viele kompetente Meinungen und Erfahrungen verzichten?Ein Mourinho kann den Spielern natürlich viel beibringen, jedoch ohne intensive Fehleranalyse kann man das Team-Gefühl zwar trotzdem stärken, aber nicht jedoch die individuellen Probleme abstellen!


"(...)A good leader must make all his men feel big, not small. Players must understand the philosophy of the club and believe in it. Managing human resources is the key to being a good coach. We are human beings and manage human resources. I spoke to the executives of Microsoft and gave them the same speech. Being a manager is about human resources, and there's no difference between managing Microsoft and John Terry, Frank Lampard and Didier Drogba.(...)"


Mit dieser Aussage geht er auf "fertige" Spieler wie Terry und Lampard ein, die, in diesem Sinne, nichts mehr lernen, sondern nur noch geführt werden müssen. Ein Team besteht jedoch nicht nur aus sogenannten "ausgelernten" Spieler, deshalb finde ich den Vergleich zu einem Unternehmen wie Microsoft absolut unpassend :suspekt: Dort muss z.B. NUR noch organisiert werden, da dort jeder seinen festen Platz im Team hat. Diese Situation ist in einer Fussballmannschaft jedoch anders: Ein Robert Huth hat z.Zt. auch noch nicht seine wahre Bestimmung im Team. Als Ergänzungsspieler kann doch (grundsätzlich niemand zufrieden sein.... :frown:
 

Baldrick

Póg mo thóin
Nun hat jeder Trainer seine eigene Philosophie. Nicht jeder muß das, was Mourinho macht, für richtig empfinden. Ich finde z.B. auch, daß Klinsmann einen guten Job macht, aber dessen wenige Erfolge in ein paar unbedeutenden Freundschaftsspielen als Widerlegung für Mourinhos Ansichten heranzuziehen finde ich äußerst fragwürdig.
 

Schabbab

in Therapie
@RomeoJ

Nach Deiner Kritik müsste Mourinho ja eigentlich ein unfähiger Stümper sein...sehr verwunderlich das er trotzdem so großen Erfolg hat. Aber Du hast sicher viel mehr Erfahrungen mit Erstligateams und kennst Dich mit internationalen Großkonzernen genauso aus :floet:
 

RomeoJ

Aufsteiger
Baldrick schrieb:
Nun hat jeder Trainer seine eigene Philosophie. Nicht jeder muß das, was Mourinho macht, für richtig empfinden. Ich finde z.B. auch, daß Klinsmann einen guten Job macht, aber dessen wenige Erfolge in ein paar unbedeutenden Freundschaftsspielen als Widerlegung für Mourinhos Ansichten heranzuziehen finde ich äußerst fragwürdig.

ich habe nicht gesagt, dass mourinhos system nicht gut ist, jedoch empfinde ich seine maßnahmen in allen belangen (erscheinen, und laut artikel seine trainingsmethoden) ein wenig zu radikal. wenn man in allen bereichen sich so sehr in einem extrem bewegt wie mourinho, dann muss man sich doch die frage stellen ob das alles notwendig ist um z.b seine spieler zu schützen. wie wird ein mourinho reagieren, wenn plötzlich der erfolg ausbleibt?wird er dann seine ansichten beibehalten?früher oder später wird auch mal kritik an seiner person laut werden, wird er sich dann immer noch an diesen extrema klammern? ich glaube eher, dass er bei schweren zeiten sich mit seinem "radikalismus" noch viel mehr in die sch**ße reiten wird...
 

RomeoJ

Aufsteiger
Schabbab schrieb:
@RomeoJ

Nach Deiner Kritik müsste Mourinho ja eigentlich ein unfähiger Stümper sein...sehr verwunderlich das er trotzdem so großen Erfolg hat. Aber Du hast sicher viel mehr Erfahrungen mit Erstligateams und kennst Dich mit internationalen Großkonzernen genauso aus :floet:


da hast du mich jetzt total falsch interpretiert!:mahnen:
wie gesagt, ich halte mourinhos system für zu radikal, nicht für schlecht!
 

Schabbab

in Therapie
RomeoJ schrieb:
Dieser Kommentar von Mourinho stellt nun aber z.B. die Trainerphilosophie eines Klinsmanns in Frage. Dieser vertraut darauf alle Teilgebiete zu seperieren (Beispiel: Amerikanischer Fitnesstrainer, Teammanager, Jugenscout etc.). Klinsmann hat trotzdem einen (relativ) großen Erfolg und einen großen Rückhalt von allen Seiten....
So what? Mourinho hat nachgewiesenermassen schon große Erfolge, Klinsmann noch gar keine. Ausserdem ist eine Nationalmannschaft etwas gänzlich anderes wie eine Vereinsmannschaft.

RomeoJ schrieb:
Diesen Kommentar von Mourinho finde ich mehr als fragwürdig...gerade durch die Erfahrungen der Vergangenheit lassen sich doch viele Fehler vermeiden!Warum also auf viele kompetente Meinungen und Erfahrungen verzichten?
Was ist daran fragwürdig? Er sagt lediglich, dass die Erfolgsrezepte von einem Verein nicht auf den anderen übertragbar sind und man sich viele Dinge immer wieder von neuen erarbeiten muss. Es macht wohl auch wenig Sinn Vereinskonzepte von Porto auf Chelsea zu portieren. Andere Mentalität, andere Menschen, anderes Land, anderes Umfeld.
Das Ziel muss jedoch immer das selbe sein, nämlich ein Team zu formen, nur die Mittel und Wege sind immer verschieden. Das ist in meinen Augen nicht fragwürdig sondern völlig logisch.


RomeoJ schrieb:
Mit dieser Aussage geht er auf "fertige" Spieler wie Terry und Lampard ein, die, in diesem Sinne, nichts mehr lernen, sondern nur noch geführt werden müssen. Ein Team besteht jedoch nicht nur aus sogenannten "ausgelernten" Spieler, deshalb finde ich den Vergleich zu einem Unternehmen wie Microsoft absolut unpassend :suspekt: Dort muss z.B. NUR noch organisiert werden, da dort jeder seinen festen Platz im Team hat. Diese Situation ist in einer Fussballmannschaft jedoch anders: Ein Robert Huth hat z.Zt. auch noch nicht seine wahre Bestimmung im Team. Als Ergänzungsspieler kann doch (grundsätzlich niemand zufrieden sein.... :frown:
Nichtsdestotrotz hat auch hier Mourinho wieder völlig Recht. Er führt Menschen unterschiedlichster Herkunft und Ausbildung, ein paar Führungsspieler und viele Mitläufer. Das ist überhaupt nichts anderes als eine Firma zu leiten, ob sie jetzt Microsoft oder XYZ heißt. Wenn Du glaubst, dass in einem Unternehmen egal welcher Größe nur ausgelernte Angestellte auf fest angestammten Plätzen sitzen bist Du auf dem Holzweg. :mahnen:
 

RomeoJ

Aufsteiger
Schabbab schrieb:
Nichtsdestotrotz hat auch hier Mourinho wieder völlig Recht. Er führt Menschen unterschiedlichster Herkunft und Ausbildung, ein paar Führungsspieler und viele Mitläufer. Das ist überhaupt nichts anderes als eine Firma zu leiten, ob sie jetzt Microsoft oder XYZ heißt. Wenn Du glaubst, dass in einem Unternehmen egal welcher Größe nur ausgelernte Angestellte auf fest angestammten Plätzen sitzen bist Du auf dem Holzweg. :mahnen:

ziehe hier meine meinung zurück...habe mir den artikel nochmal durchgelesen und hab in diesem abschnitt mourinho falsch verstanden :floet:

um nochmal missverständnisse zu vermeiden: ich halte viel von dem trainer mourinho, frage jedoch trotzdem ob es letztendlich notwendig ist solch eine radikale meinungen zu vertreten!

ich wollte damit nur hinterfragen, ob das erreichte nicht möglich gewesen wäre ohne den "ar**loch"-Mourinho raushängen zu lassen!
 
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